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Persönlicher Begleiter per Telefon oder Video-Konferenz

Fastenzeit im Lockdown – Bistum Münster bietet digitale Alltags-Exerzitien

  • Das Bistum Münster hat sein Angebot für die Exerzitien im Alltag in der Fastenzeit während der Corona-Pandemie erweitert.
  • Digitale Angebote sollen die Umsetzung im Lockdown ermöglichen.
  • Neben dem passenden Material gibt es auch die Möglichkeit der individuellen Begleitung und der Teilnahme an digitalen Gruppentreffen.
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Das Bistum Münster hat neue Möglichkeiten geschaffen, die Fastenzeit auch in Corona-Zeiten bewusst zu gestalten. Das Material für die Exerzitien im Alltag wurde dafür nicht nur digitalisiert. Es gibt zusätzlich auch verschiedene Wege, sich in den Wochen vor Ostern bei seinen spirituellen Auszeiten begleiten zu lassen, wenn Präsenz-Angebote ausfallen müssen.

Seit Anfang Dezember bietet das Referat für Exerzitien im Bischöflichen Generalvikariat in Münster gemeinsam mit dem Sachbereich Exerzitien und Spiritualität im Bischöflichen Offizialat in Vechta bereits die Möglichkeit, mit einem Kartenset Exerzitien zu gestalten. Ergänzt wurde das Angebot durch Audio-Files, die von den Verfassern der Impulse und Übungen eingesprochen wurden.

Kontemplative Ausrichtung

Annette Höing
Annette Höing leitet das Referat für Exerzitien im Bischöflichen Generalvikariat in Münster. | Foto: Michael Bönte

„Die Ausrichtung ist in diesem Jahr kontemplativ“, sagt die Leiterin des Referats für Exerzitien in Münster, Annette Höing. „Es geht um Körperübungen, weniger um die Auseinandersetzung mit Texten.“ Wer sich von den Karten oder mit den Audio-Files anleiten lässt, findet unter dem Titel „Ich bin da – still werden, wahrnehmen und aufmerksam sein für Gott“ Möglichkeiten, sich bewusst auf eine Zeit im Alltag einzulassen, in sich hineinzuhören und neue Perspektiven im Glauben zu finden.

Was in Fastenzeiten ohne Pandemie oft traditionell für Gruppen in Pfarrgemeinden oder Bildungshäusern angeboten wird, benötigt 2021 andere Formen. „Wir haben das digitale Angebote weiterentwickelt“, sagt Stephan Trescher aus dem Sachbereich Exerzitien und Spiritualität in Vechta. Eine variable Nutzung sollte möglich werden. „Weil sich die Menschen unterschiedlich ansprechen lassen.“

30 ausgebildete Exerzitien-Leiter

Stephan Trescher
Stephan Trescher arbeitet im Sachbereich Exerzitien und Spiritualität im Bischöflichen Offizialat in Vechta. | Foto: Michael Bönte

So können sich Teilnehmer entweder mit den E-Mail-Impulsen für sich allein, in einer Einzelbegleitung oder mit Video-Gruppentreffen in die „Exerzitien in Alltag“ begeben. Vier Wochen landen regelmäßig Impulse im Postkasten. Wer will, kann sich wöchentlich darüber per Mail, Telefon oder Video-Konferenz mit einem Begleiter austauschen. 30 von ihnen stehen dafür bereit – ausgebildete Geistliche Begleiter aus den kooperierenden Bistümern Osnabrück, Hildesheim, Münster und dem Erzbistum Hamburg. Zudem besteht die Möglichkeit, sich in einer Gruppe zusammenzutun und per Video das Erlebte zu reflektieren.

Auch wenn es die derzeitigen Umstände einfordern – eine Notlösung soll das Angebot nicht sein. „Wir haben die Chance, mit diesen Formen Menschen anzusprechen, sie wir über die herkömmlichen Wege nicht erreicht haben“, sagt Trescher. „Wir werden in diese Richtung auch weiterdenken, wenn die Pandemie vorbei ist.“ Eine Konkurrenz zu traditionellen Formen sieht er nicht. „Eher eine Ergänzung – die klassische direkte Begegnung bleibt für viele Menschen bei den Exerzitien wichtig.“

Alle Informationen und Materialien zu den Online-Exerzitien gibt es auf der Homepage des Bistums Münster.

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