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Krzysztof Dukielski war zum Weihbischof von Radom ernannt, dann tauchten Vorwürfe auf, er habe sich falsch verhalten. Bistum und Papst reagieren.
Weil ein Priester sich falsch gegenüber einem jungen Menschen verhalten haben soll, wird er nicht zum Bischof im polnischen Radom geweiht. Ortsbischof Marek Solarczyk erklärt, erst nach der Ernennung von Krzysztof Dukielski (47) zum Weihbischof durch Leo XIV. Mitte Juli sei der Kirche „die Tatsache des unangemessenen Verhaltens des Kaplans gegenüber einem Minderjährigen, das in der Vergangenheit stattfand“, gemeldet worden. Nähere Angaben machte er nicht.
Vergangene Woche hatte Solarczyk zunächst nur mitgeteilt, Leo XIV. habe den Weihbischof von seinem Amt entbunden. Darum habe der jüngst Ernannte den Papst selbst gebeten.
Bischof spricht Betroffenen Mitgefühl aus
Nun schreibt der Ortsbischof, er wolle aus Verantwortung für das Wohl der Kirchengemeinde und aus Sorge um die geschädigte Person über den Fall informieren: „Nach geltendem kanonischen Recht wurde nach Erhalt glaubwürdiger Informationen unverzüglich das in den Normen vorgesehene Verfahren eingeleitet.“ Gegen Dukielski habe man „geeignete Präventivmaßnahmen“ ergriffen. Weitere Entscheidungen würden folgen.
„Ich spreche denjenigen, die vom Fehlverhalten des Geistlichen betroffen sind, mein aufrichtiges Mitgefühl aus“, so Radoms Bischof. Er wolle ihnen seelsorgerische Unterstützung zukommen lassen.
Dukielski war nach der Priesterweihe 2003 auch viele Jahre im italienischen Bistum Avezzano tätig. 2013 kehrte er ins Bistum Radom zurück. Von 2014 bis 2016 war er stellvertretender Direktor des nationalen Büros für den Weltjugendtag. Seit 2021 ist er Pfarrer in Magnuszew etwa 60 Kilometer südöstlich von Warschau.