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Was notwendig ist, damit es auch zukünftig noch Ferienfreizeiten gibt

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Sommerlager sind für Kinder Orte der Erholung und des Glaubens. Sie hängen zu einem großen Teil von Ehrenamtlichen ab, sagt Finja Miriam Weber.

Es ist Samstagmorgen, 9.30 Uhr, und der Vorplatz der Kirche ist voll mit Kindern, Leitenden und Eltern, die sich auf die nächsten Tage freuen. Sommerferien, für viele Kinder im kirchlichen Bereich heißt das: Sommerlagerzeit. Ob Aktionen vor Ort, Fahrten im Inland oder Reisen ins Ausland: Viele machen sich in den Sommerferien auf den Weg. Ferienfreizeiten sind ein Herzstück der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit. Und doch steht und fällt dieses Angebot vor allem mit dem Engagement ehrenamtlicher Leiter*innen, die die Freizeiten organisieren und durchführen.

Ferienfreizeiten sind für Kinder mehr als nur „Betreuung". Sie sind Orte, an denen Gemeinschaft von morgens bis abends erlebt wird. Orte, an denen Kinder jenseits von Schule, Leistungsdruck und familiärem Alltag mit anderen zusammenkommen, gemeinsam Abenteuer erleben und ganz nebenbei zum Beispiel lernen Verantwortung zu übernehmen.

Hoher Zeitaufwand

Die Autorin
Finja Miriam Weber war Mitglied der Synodalversammlung (und des Forum III) und des Synodalen Ausschusses (und der Kommission II). Sie studiert katholische Theologie und Geographie auf Lehramt (Master of Education).

Im kirchlichen Bereich sind Ferienfreizeiten auch Orte des gelebten Glaubens. Nicht nur in Gottesdiensten, sondern auch in Tischgebeten, gemeinsamen Ritualen oder Gesprächen am Lagerfeuer wird den Kindern der Glaube nähergebracht.

Doch hinter jeder Ferienfreizeit stehen Ehrenamtliche die einen hohe Zeitaufwand auf sich nehmen. Sie beginnen Monate vorher mit der Planung von Programm und Spiritualität, informieren Eltern und Kinder und buchen Räume oder Plätze. Viele machen das neben Schule, Studium, Ausbildung oder Beruf und müssen Prüfungstermine, Abgaben, Schichten im Job mit der Freizeit in Einklang bringen.

Viele Herausforderungen

Obwohl Ehrenamtliche so vieles leisten, stehen sie immer wieder vor Herausforderungen: Sei es bei der Beantragung von Sonderurlaub, der nicht immer genehmigt wird, oder steigende Kosten für Verpflegung, Material, Unterkunft und Transport.

Damit auch in Zukunft Kinder an vielfältigen Ferienfreizeiten teilnehmen können, braucht es:

- eine gesicherte Finanzierung, die sich an den steigenden Kosten orientiert.
- klare Zusagen zu Sonderurlaub und dessen finanzielle Absicherung.
- flexible Prüfungs- und Urlaubsregelungen.
- sichtbargemachte Wertschätzung, die über ein Lob hinausgeht. Diese zeigt sich in konkreter Unterstützung oder durch klare, verlässliche Ansprechpersonen.

Und weil ich als Kind an vielen Ferienfreizeiten teilgenommen habe, werde auch ich am kommenden Samstag mit Freude vor der Kirche stehen und als Leiterin ein Sommerlager mit den Pfadfinder*innen begleiten.

„Niemand soll dich wegen deiner Jugend geringschätzen!“, ermutigt der 1. Timotheusbrief (4,12) seinen Empfänger Timotheus. Und in der 1.500 Jahre alten Benediktsregel rät der heilige Benedikt, bei wichtigen Dingen alle Brüder anzuhören, „weil der Herr oft einem Jüngeren offenbart, was das Bessere ist“ (RB 3,3). Darum kommen in unserer Rubrik „Der junge Kommentar“ ausdrücklich Autor:innen unter 30 Jahren mit ihrer persönlichen Meinung zu einem selbst gewählten Thema zu Wort. Sie sind ein Beitrag zu einer Kirche, deren Anliegen es ist, die Zeichen der Zeit zu erkennen.

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