VORTRAG

Festwoche Mariä Himmelfahrt: Bekannter Kapuziner kommt nach Warendorf

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Veränderungen können bedrohlich wirken, doch nicht für Ordensmann Paulus Terwitte. Der Kapuziner hält in der Marienkirche einen Vortrag.

Von acl (pbm)

„Veränderung ist ein Lebenszeichen.“ Diesen Satz sagt Bruder Paulus Terwitte ohne zu zögern. Für den Kapuziner aus Münster sind Krisen, Abschiede und Umbrüche keine Zeichen des Scheiterns, sondern Ausdruck eines lebendigen Lebens. Wie Menschen gerade in unsicheren Zeiten Hoffnung bewahren können und warum christlicher Glaube dabei eine besondere Kraftquelle sein kann, darüber spricht er am Montag, 10. August, ab 19 Uhr während der Festwoche Mariä Himmelfahrt in der Marienkirche in Warendorf. Sein Vortrag trägt den Titel „Stark durch den Wandel“.

In seiner seelsorglichen Arbeit erlebt der Kapuziner, der die Klostergemeinschaft in Münster leitet, immer wieder Menschen, die mit Sorge auf die Zukunft blicken. Seine erste Reaktion sei dann nicht, sofort Antworten zu geben. „Ich frage zunächst: Erzählen Sie mir, was Sie kommen sehen.“ Oft zeige sich erst im Gespräch, was Menschen tatsächlich Angst mache. Hinter vielen konkreten Sorgen stecke letztlich dieselbe Frage: „Werde ich bestehen, wenn sich mein Leben verändert?“

Blick auf die eigene Lebensgeschichte

Für Bruder Paulus braucht es deshalb einen inneren Halt. „Wer eine Heimat hat, kann kreativ mit Veränderungen umgehen.“ Für ihn ist diese Heimat der Glaube. Christlicher Glaube bedeute nicht, dass alles so bleibe, wie es sei. Im Gegenteil: „In der Mitte der Eucharistie steht die Wandlung.“ Das Christentum verstehe er als Lebensschule, die Menschen befähige, auch im Zerbrechen Neues wachsen zu sehen.

Gerade deshalb möchte er den Blick nicht nur auf aktuelle Herausforderungen richten, sondern auch auf die eigene Lebensgeschichte. Viele Menschen hätten schon Veränderungen erlebt, die zunächst Angst gemacht hätten und sich später als unerwartete Chance erwiesen. „Es lohnt sich, zurückzuschauen. Wer erkennt, was er schon alles gemeistert hat, gewinnt Vertrauen für das, was noch kommt.“

Passend zur Festwoche Mariä Himmelfahrt möchte Bruder Paulus den Blick schließlich auf die christliche Hoffnung richten. „Ich habe ein himmlisches Standbein und deshalb ein irdisches Spielbein“, sagt er mit einem seiner typischen Bilder. Wer darauf vertraue, dass das Leben auf Vollendung zugehe, könne den Veränderungen dieser Welt gelassener begegnen.

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