KULTUR

Neuer ARD-Film: Natalia Wörner kritisiert Missbrauch von Ordensfrauen

Anzeige

In „Die Diplomatin – Tod einer Nonne“ bekommt es die Schauspielerin mit sexualisierter Gewalt in der Kirche zu tun. Wie sie selbst dazu steht.

Von KNA

Schauspielerin Natalia Wörner hat der katholischen Kirche vorgeworfen, Gewalt gegen Ordensfrauen nicht ausreichend aufzuarbeiten. „Was mich sprachlos macht, sind diese Vertuschungsdynamiken, die es in der katholischen Kirche gibt, sodass die Verbrechen kaum geahndet werden“, sagte sie den „Stuttgarter Nachrichten“ am Freitag. Anlass ist der neue ARD-Krimi „Die Diplomatin – Tod einer Nonne“, in dem sich eine Ordensfrau nach einer Vergewaltigung das Leben nimmt.

Wörner betonte, es sei wichtig, dass der Film auf ein strukturelles Problem hinweise. Die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen sei ihr seit vielen Jahren ein zentrales Anliegen. Betroffene innerhalb der Kirche müssten mehr Gehör finden.

Gleichzeitig hob Wörner hervor, dass der Glaube für viele Menschen eine große Stütze sei. „Ich habe bei der letzten Papstwahl die vielen Menschen gesehen, die in ihrem Glauben tief verankert sind, und finde das sehr berührend.“ Man solle die Kirche „nie nur schwarz oder weiß sehen“.

TV-Tipp: Der Krimi „Die Diplomatin – Tod einer Nonne“ läuft im Ersten am Samstag, 23. August, um 20.15 Uhr und ist in der Mediathek abrufbar.

Anzeige

Komplet - der Abend-Newsletter von Kirche+Leben

JETZT KOSTENLOS ANMELDEN



Mit Ihrer Anmeldung nehmen Sie die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis.