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Weder er noch seine Ehefrau sind Mitglieder einer Kirche

Finanzminister Lindner: Kirchlicher Segen bei Hochzeit war mir wichtig

  • Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hat die Bedeutung des kirchlichen Segens für seine Ehe mit der Journalistin Franca Lehfeldt betont.
  • "Es gibt ein Mehr, das über uns beide und unser gemeinsames Leben hinausweist. Das in einem Gottesdienst zu bedenken und den Segen zu empfangen, war mir wichtig", sagte er.
  • Lindner und Lehfeldt hatten sich kirchlich auf Sylt trauen lassen, obwohl sie keine Kirchenmitglieder sind.
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Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hat die Bedeutung des kirchlichen Segens für seine Ehe mit der Journalistin Franca Lehfeldt betont. "Es gibt ein Mehr, das über uns beide und unser gemeinsames Leben hinausweist. Das in einem Gottesdienst zu bedenken und den Segen zu empfangen, war mir wichtig", sagte er dem Magazin "Chrismon". Lindner und Lehfeldt hatten sich kirchlich auf Sylt trauen lassen, obwohl sie keine Kirchenmitglieder sind.

Lindner erinnerte daran, er habe seinen Amtseid im vergangenen Jahr auf Gott geschworen. Aus einer Kirche auszutreten, bedeute schließlich nicht, aus jeder Form der Spiritualität auszutreten.

Keine Aussage zu Spenden an die Sylter Kirchengemeinde

Er nahm auch die evangelische Kirchengemeinde in Schutz. "Nach meinem Verständnis kommt doch der individuellen Entscheidung im Protestantismus eine besondere Rolle zu. Ich dachte, dass das damit verbundene Vertrauen auf den einzelnen Seelsorger die evangelische Glaubensgemeinschaft prägen würde. Warum wurde das Pfarrerin Zingel nicht zuteil?", fragte er.

Pastorin Susanne Zingel hatte den Traugottesdienst in St. Severin in Keitum gehalten. Ob die Gemeinde für die Trauung Spenden erhalten hat, wollte Lindner nicht mitteilen. Der Gemeinde sei aber kein wirtschaftlicher Nachteil entstanden.

Zuständiger Bischof hatte Traugottesdienst verteidigt

Lindner sagte, Zingel habe ihn in seinem Nachdenken bestärkt, eventuell in die evangelische Kirche einzutreten. Es gebe Hinweise, dass sich unter seinen Vorfahren im 16. Jahrhundert protestantische Theologen und Pfarrer befunden hätten. In die katholische Kirche, aus der er im Alter von 18 Jahren ausgetreten sei, wolle er hingegen nicht wieder eintreten.

Der evangelische Bischof von Schleswig und Holstein, Gothart Magaard, hatte die kirchliche Trauung von Lindner und Lehfeldt verteidigt. Zwar sehe die Lebensordnung der Nordkirche, zu der die Sylter Gemeinde gehört, vor, bei einer Trauung solle mindestens ein Partner Kirchenmitglied sein. Ausnahmen lägen jedoch im Ermessen des Seelsorgenden. Die evangelische Theologin Margot Käßmann hatte in ihrer Kolumne für der "Bild am Sonntag" kritisiert, hier sei es nicht um christlichen Inhalt gegangen, sondern um eine Kulisse.

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