Dritter Platz beim „Bonifatiuspreis“ für Berufskolleg St. Michael

Firm-Projekt in Ahlener Schule erhält bundesweiten Preis

Das Berufskolleg St. Michael in Ahlen im Kreisdekanat Warendorf erhält den dritten Preis beim „Bonifatiuspreis für missionarisches Handeln“. Das teilte das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken am Donnerstag (27.10.2016) in Paderborn mit. Ausgezeichnet wird das Projekt „Der Sehnsucht neue Räume öffnen – Firmung an der Schule“. Der dritte Preis ist mit 1.000 Euro dotiert. Er wird am 6. November in München vergeben.

In Ahlen findet die Firmkatechese in den Klassenräumen statt, auch das Sakrament selbst wird im Berufskolleg gespendet. Zur Begründung heißt es, die Schule sei oft „der einzige Raum“, in dem Jugendliche sich mit Religion auseinandersetzen. Deshalb habe man die Schule mit Blick auf die Firmung auch zu einem „Ort der erfahrbaren und gefeierten Gegenwart Gottes“ gemacht, sagte Johannes Gröger, Ständiger Diakon und Religionslehrer am Berufskolleg St. Michael.

„Gute Ideen sollen bekannt werden“

Der Bonifatiuspreis wird alle drei Jahre vom Bonifatiuswerk vergeben. 2016 gab es 123 Bewerbungen. Der Hauptpreis (2.000 Euro) geht an das Projekt „Väterabende für Erstkommunionkinder“ einer Pfarrei in Wallenhorst bei Osnabrück. Mit dem zweiten Preis (1.500 Euro) wird die Idee der Caritas im Erzbistum München ausgezeichnet, ein Netzwerk zwischen neu angekommenen Flüchtlingsfrauen und Migrantinnen zu schaffen, die schon länger in Deutschland leben.

Sonderpreise erhalten der „S-Bahn-Gottesdienst“ einer Berliner Jugendkirche und die „Klagemauer“ der Katholischen Gefängnisseelsorge im Gefängnis von Freiburg. „Gute Ideen sollten bekannt gemacht werden und andere anregen“, sagte der Generalsekretär des Bonifatiuswerks, Georg Austen zum Hintergrund der Auszeichnung.