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2. Platz: Ehrenamtspreis des Bistums Münster 2021

Firmvorbereitung in Ochtrup: Pfingstrallye mit QR-Codes

2. Platz des Ehrenamtspreises 2021: Firmvorbereitung in Ochtrup - Pfingstrallye mit QR-Codes. Video: Marie-Theres Himstedt
Luise und Heike Kötterheinrich, Lena Dziuk, Stefan Hörstrup und Michel Albersmann (v.l.)
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Was macht ein schlichter, weißer Metall-Mülleimer direkt neben dem ehrwürdigen Hochaltar der Lambertikirche in Ochtrup? Warum stehen Verse der Bergpredigt am Turmweg neben der Windmühle? Für ihre innovative Idee, die Firmvorbereitung in ihrer Pfarrei Corona-gerecht digital zu gestalten, wurden Lena Dziuk und Heike Kötterheinrich aus Ochtrup mit dem zweiten Platz des Ehrenamtspreises 2021 des Bistums Münster ausgezeichnet.

Laufen und Spazierengehen liegen im Trend, seit Corona sowieso. Aber die Organisatorinnen wollten den Teilnehmern noch ein bisschen mehr zum Denken, Fühlen und Glauben mit auf den Weg geben: Sie haben sich eine spirituelle Rallye mit zwölf Stationen ausgedacht und sie umgesetzt – zwar vorrangig für die Firmkatechese, aber mitmachen konnte jeder.

Schützenfeste fallen aus - Pfingsten nicht

Die beiden Frauen aus Münster und Ochtrup sind seit knapp zehn Jahren ehrenamtlich in der Firmkatechese der Pfarrei St. Lambertus Ochtrup aktiv: „Der Auslöser war eigentlich, dass hier in Ochtrup Pfingsten immer für die Schützenfeste reserviert ist“, sagt Lena Dzuik lachend. Diese sind 2021 ausgefallen – Pfingsten aber nicht. „Wir haben festgestellt, dass dieses Fest der Sendung des Heiligen Geistes bei den jungen Menschen gar nicht mehr präsent ist.“

Die Gedanken und Bibeltexte rund um Pfingsten den Menschen wieder näher zu bringen, das ist das Anliegen der beiden Frauen. Die Umsetzung erfolgte multimedial – vom digitalen Glücksrad bis zu echten Süßigkeiten und einer „Starke-Töne“-Playlist mit Musik, die Jugendliche gerade hören, „die wir dann inhaltlich den Stationen zugeordnet haben“, wie die Initiatorinnen berichten. Die Religionslehrerin Lena Dziuk, die mittlerweile immer aus Münster gependelt kommt, und Heike Kötterheinrich, überzeugte Hausfrau und Mutter von drei Kindern aus Ochtrup, ergänzen sich da gut in ihrer Kreativität.

QR-Codes geben Impulse

Die Teilnehmer der Rallye erhalten über einen QR-Code die Impulse, die auf einer Internetseite hinterlegt sind: „Wir haben Orte gewählt, die man allein gut erreichen kann, damit es Corona-konform ist und die Jugendlichen und Interessierten ohne Hilfe von außen mitmachen können“, sagt die 29 Jahre alte Lehrerin Dziuk. Die selbstgefertigten Aufsteller, die Impulse und weiteres Material stellen die Frauen anderen Pfarreien und Interessierten gern zur Verfügung.

Los geht es an der St.-Lamberti-Kirche in Ochtrup, wo die Teilnehmer ihre negativen Gedanken in einen Mülleimer werfen können: „Die Beichte, das Sakrament der Versöhnung, in einen neuen Kontext setzen“, war den Initiatorinnen ein Anliegen. Die folgenden Orte sind eher unkonventionell gewählt. „Wir wollten Alternativen zum Sakralen anbieten“, erklärt Lena Dzuik. „Wir wären auch sehr gerne in die Kneipe gegangen, aber weil das nicht geht, haben wir eben draußen eine Station gestaltet.“ So gibt es an „Paddy's Irish Pub“ den „#Kneipentalk“.

Dass Lena Dziuk und Heike Kötterheinrich viele Abende, Telefonate und Material in den Pfingstweg investiert haben, kommt nicht von ungefähr. „Es hat einfach unfassbar viel Spaß gemacht, das vorzubereiten. Wir sind selbst im wahrsten Sinne des Wortes begeistert“, erzählt die junge Frau strahlend.

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