Freundeskreis vor fünf Jahren gegründet

Förderverein sorgt für gute Musik am Dom in Münster

Der Freundeskreis Dommusik Münster hat sich vor fünf Jahren gegründet, um den Chornachwuchs zu unterstützen. In diesem Jahr profitieren davon fünf talentierte Sängerinnen und Sänger zwischen 15 und 19 Jahren.

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Eine gute Chorstimme ist das Eine. Was aber, wenn junge Sängerinnen und Sänger mit besonderer stimmlicher Begabung herausragen? Seit drei Jahren verhilft der Freundeskreis Dommusik Münster solchen Talenten zu einer individuellen Förderung. Alexa Pieroth, Jonah Haves, Claudius Kaulingfrecks, Coraghessan Steinbach und Lisa Trentmann profitieren in diesem Jahr davon.

Sie hatten sich zuvor bei einem anspruchsvollen Vorsing-Wettbewerb einer Fachjury gestellt und gewonnen. „Erstmals konnten wir fünf Stipendien vergeben“, sagt Norbert Kerkhoff vom Vorstand des Freundeskreises. Ein Jahr lang werden die jungen Sängerinnen und Sänger nun durch wöchentlichen Einzelunterricht in ihrer Stimmbildung gefördert – nur unterbrochen von den Ferien.  

Mit 47 Mitgliedern angefangen

Kerkhoff liegt die Dommusik am Herzen. Seit 35 Jahren singt der heute 58-Jährige im Domchor mit. 1982 war er als junger Student dort eingetreten. Zudem engagierte sich Kerkhoff lange Jahre unter dem inzwischen verstorbenen Domchordirektor Hans-Gert Freimuth in der Chorvertretung.

Als Freimuths Nachfolger, Domkapellmeister Andreas Bollendorf, nach Münster kam, habe der die Arbeit der Chöre umstrukturiert und ihn 2010 darauf angesprochen, wie man den Nachwuchs zusätzlich fördern könne. Nach ersten Überlegungen sei die Idee eines Fördervereins entstanden „Im Frühjahr 2012 gründeten wir uns mit anfangs 47 Mitgliedern“, erinnert sich Norbert Kerkhoff.

Extras mitfinanzieren

Ziel sei es, „die Dommusik zu begleiten und Extras mitzufinanzieren, die das Bistum und der Dom nicht übernehmen können“. Das komme besonders den Nachwuchssängerinnen und -sängern am Dom zugute.

Die Jungen sind in der „Capella Ludgeriana“ zusammengeschlossen, die seit zwei Jahren vom neuen Domkapellmeister Alexander Lauer geführt wird. Er leitet auch den „Domchor St. Paulus“ für die Erwachsenen und die Domsingschule an der Boeselagerstraße. Den „Mädchenchor am Dom“ führt seit 2008 Domkantorin Verena Schürmann.

Mitgliederzahl verdreifacht

In den fünf Jahren seines Bestehens hat sich die Mitgliederzahl des Freundeskreises Dommusik verdreifacht. „Weil viele Eltern unsere Arbeit unterstützen“, berichtet Kerkhoff. „Neben den Mitgliederbeiträgen werden die Projekte zusätzlich durch Spenden finanziert“, erläutert Kerkhoff, der im Hauptberuf im Vorstand einer münsterschen Bank sitzt.

„Wir sorgen zum Beispiel dafür, dass auch wirklich alle Kinder und Jugendlichen an den Chorfahrten und -freizeiten teilnehmen und zu den Pueri-Cantores-Treffen fahren können.“

Bei letzteren kommen kirchliche Knaben-, Mädchen-, Kinder- und Jugendchöre zusammen, um gemeinsam zu singen und sich auszutauschen. Die Freunde der Dommusik geben auch mal einen kräftigen Zuschuss dazu, um die Kinder- und Jugendlichen mit einheitlichen Chor-T-Shirts auszustatten. Zudem werden besondere Konzerte mit unterstützt.

„Gänsehaut und Glaubenserfahrung“

„Singen ist eine Erfahrung von Körper, Geist und Seele“, erklärt Kerkhoff sein ehrenamtliches Engagement. Oft spüre er „Gänsehaut“ bei Konzerten und liturgischen Feiern. „Wir möchten, dass viele Menschen solche Erfahrungen ebenfalls machen können.“

Die Kinder- und Jugendchorarbeit am Dom sei „eine gute Mischung aus Glaubenserfahrung, Gemeinschaft und Ausbildung“, lobt Kerkhoff „Die ersten von den Jungen landen schon jetzt bei uns im Domchor.“

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