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Am 23. Juli spielen die deutschen Frauen im Halbfinale gegen Spanien. Zwei Nationalspielerinnen erzählen, wie ihnen der Glaube auf dem Platz hilft.
Der Glaube gibt ihr die Stärke, den Kopf freizubekommen – das sagt Fußball-Nationalspielerin Sarai Linder. Die 25 Jahre alte Verteidigerin erklärte in der zur aktuellen Fußball-EM erschienenen ZDF-Dokumentation „Kopfsache. Wie unsere DFB-Stars mit Druck umgehen“: „Ich weiß, dass Fußball nicht das Einzige auf der Welt ist. Und dass es nicht wichtig ist, jedes Spiel zu gewinnen. Ich darf ’nen Fehlpass spielen. Ich darf ein schlechtes Spiel haben – das ist dann halt einfach so, Fußball ist nicht alles.“
Die Vertragsspielerin des VfL Wolfsburg sagte, wenn sie daheim sei, gehe sie gerne in den Gottesdienst. Der Glaube nehme ihr viel Druck: „Weil ich mir denke: Ok, Gott hat mir Talent geschenkt. Er wird einen Grund dafür haben.“ Auch wenn es mal schlechtere Phasen gebe, habe sie diese zu akzeptieren.
Auch Teamkollegin Hoffmann betet
Linder erklärte, sie bete vor dem Spiel, aber nicht für einen Sieg. „Sondern einfach nur, dass wir Spaß haben, dass wir die Themen, die wir uns im Training vorgenommen haben, zusammen umsetzen und dass wir auf dem Platz stehen und Spaß haben, zusammen Fußball zu spielen, und das als Privileg sehen.“
Auch DFB-Stürmerin Giovanna Hoffmann zieht Kraft aus ihrem Glauben. Nach dem Elfmeterschießen im Viertelfinale gegen Frankreich kniete und betete sie auf dem Spielfeld. Hoffmann steht aktuell beim Verein RB Leipzig unter Vertrag. Sie engagiert sich außerdem in der christlichen Initiative „Fußball mit Vision“, die unterstützt wird von der Diözese Rottenburg-Stuttgart und den evangelischen Schuldekanaten. Das ZDF fragte vor kurzem, was in ihrem im Koffer während der EM nicht fehlen darf: „Mein eigenes Kissen und meine Bibel.“