Anzeige
Die KFD will Predigten von Frauen zur Normalität machen. Der Predigerinnentag 2026 soll erneut ein Zeichen setzen.
Ein Zeichen für Gleichberechtigung in der katholischen Kirche will einer der größten Frauenverbände Deutschlands erneut mit einen Predigerinnentag setzen. Deshalb lädt die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (KFD) vom 29. April bis 17. Mai interessierte Frauen dazu ein, das Wort Gottes in Gottesdiensten auszulegen.
„Seit sechs Jahren zeigt die Aktion eindrücklich, wie wertvoll und wichtig die Predigten von Frauen sind“, sagte Ruth Fehlker, Geistliche Leiterin des KFD-Bundesverbands, am Dienstag. Offiziell dürfen Frauen in Eucharistiefeiern nicht predigen. Der KFD-Predigerinnentag solle dazu beitragen, „Predigten von Frauen in der Katholischen Kirche zur Normalität werden zu lassen“.
Der Verband fordert mit Blick auf den Reformprozess Synodaler Weg der katholischen Kirche in Deutschland „eine zeitnahe Erarbeitung und Genehmigung einer Partikularnorm zur ‚Laienpredigt‘ für den Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“. Laut KFD predigten im vergangenen Jahr anlässlich des Predigerinnentags rund 190 Frauen in etwa 220 Gottesdiensten. Die Aktion fand erstmals 2020 statt. Sie beginnt mit dem Festtag der Heiligen Katharina von Siena am 29. April und endet mit dem Gedenktag der Apostelin Junia am 17. Mai.