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Anne König aus Borken ist neue Bundesvorsitzende der Katholischen Frauengemeinschaft. Nun äußert sie sich zur Rolle der Frauen in der Kirche.
Mehr Sichtbarkeit und eine Weiterentwicklung der Kirche sind die Ziele der neuen Bundesvorsitzenden der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (KFD), Anne König. Themen wie Frauen in allen Diensten und Ämtern sowie Anerkennung vielfältiger Lebensformen gelte es, deutlich nach vorn zu bringen, sagt König bei katholisch.de.
Es sei in vielen Gemeinden inzwischen üblich, dass Frauen predigen dürften, mancherorts seien sie dafür aber immer noch auf den guten Willen des Priesters angewiesen. „Es sollte aber zur Normalität werden, dass Frauenpredigten ein fester Bestandteil des Kirchenalltags sind.“
Warum Anne König Optimistin ist
Im Verband gebe es auch Ungeduld, räumt die CDU-Politikerin ein. Die KFD werde jedoch nicht müde, „immer wieder für unsere Forderungen nach Gleichberechtigung, wozu auch die Frauenweihe gehört, einzustehen“.
Sie sei Optimistin und hoffe auf weitere positive Überraschungen wie zuletzt die Weltsynode: „Das hätte auch vor ein paar Jahren niemand erwartet, dass mal der Klerus mit 'normalen' aktiven Christinnen an einem Tisch sitzt.“
Was Anne König von Papst Leo XIV. erwartet
Einige Fragen – etwa nach der Frauenweihe – seien bei der Weltsynode ausgeklammert worden, kritisiert König. Nach Plänen des Vatikans soll der synodale Prozess bis 2028 fortgeführt werden. In dem Zusammenhang erwarte sie von Papst Leo XIV., aber auch von Bischöfen und Priestern, die Anliegen gläubiger Frauen ernstzunehmen, so die Verbandsvorsitzende – und die Auseinandersetzung mit offenen Fragen nachzuholen.
Zu weiteren Vorhaben hatte König sich bereits kurz nach ihrer Wahl ausführlich im Kirche+Leben-Interview geäußert.