NAHER OSTEN

So rechtfertigt Israels Armee den Treffer in katholischer Kirche in Gaza

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Israels Armee hat untersucht, warum es einen Einschlag bei der Kirche in Gaza gab. Angaben zu Opfern unterscheiden sich von jenen der Kirche.

Von KNA

Die einzige katholische Kirche im Gazastreifen wurde laut israelischer Armee versehentlich durch vom Kurs abgewichene Munition getroffen. Das habe die abschließende Untersuchung des Einschlags in der Kirche „Heilige Familie“ in Gaza-Stadt vom 17. Juli ergeben, teilt die Armee mit.

Durch den Vorfall seien „das Gebäude beschädigt und mehrere Zivilisten aus Gaza verletzt“ worden, so die Mitteilung. Nach Kirchenangaben wurden bei dem Einschlag auf dem Gelände drei Menschen getötet und zehn weitere teils schwer verletzt. Die Armee bekundet Bedauern über jegliche Schäden.

Armee: Wir wollen Treffgenauigkeit verbessern

Ferner teilt sie mit, sie habe als Reaktion Maßnahmen ergriffen, „um die Treffgenauigkeit zu verbessern“. Auch seien die Richtlinien für den Artillerie- und Schusswaffeneinsatz in der Nähe von religiösen Gebäuden, Schutzräumen und anderen sensiblen Orten präzisiert worden. Die Armee weist darauf hin, sie habe der Kirche auf deren Ansuchen die Einfuhr humanitärer Hilfe sowie die Einreise einer Kirchendelegation nach Gaza ermöglicht und die Evakuierung von Verletzten koordiniert.

Das Lateinische Patriarchat hatte Israel in einer Reaktion auf den Einschlag eine „gezielte Tötung unschuldiger Zivilisten“ vorgeworfen.

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