Wenn Silvester noch zu nah an den guten Vorsätzen liegt

Gebet eines verkaterten Sohns an Neujahr

Wenn 364 Tage noch ganz frisch vor einem liegen, die Silvesternacht aber kräftig im Kopf rumort, kann es hilfreich sein, sich etwas auf die Sprünge helfen zu lassen ins neue Jahr. Wir hätten da einen Vorschlag.

Herr, des Universums,
höre diesen verkaterten Sohn,
dem der erste Tag des neuen Jahres
noch viel zu nah an der Silversternacht liegt und
der sich in dieser miserablen Verfassung glatt
vornehmen könnte,
alkoholfrei durch den
Rest des Jahres zu gehen.

Willst du Vorsätze für die nächsten 364 Tage?
Will ich welche?
Mir fallen keine ein außer dem,
mir mal nix vorzunehmen
und außer dem,
gelassen zu sein
und „getrost“, wie meine Mutter immer sagte.

Mit offenen Augen die Welt sehen
und vor allem
dahin zu gucken,
wo es heller wird.

Die Ohren gespitzt und
vor allem die hören,
die Meister der leisen Töne sind.

Und das Herz weich und feinfühlig,
vor allem da,
wo ich sonst eher dicht mache.

Herr des Universums,
höre diesen verkaterten Sohn:
Schenk mir Gelassenheit.

Und mach die Kopfschmerzen weg.