Am Sonntag Altarweihe mit Weihbischof em. Geerlings

Gemeinde in Senden kehrt in Laurentius-Kirche zurück

Elf Monate haben die Gläubigen der Pfarrei St. Laurentius in Senden auf ihr Gotteshaus verzichtet. Und es hat sich gelohnt. Die Handwerker haben in der St.-Laurentius-Kirche ganze Arbeit geleistet. Ein neuer Anstrich und eine neue Beleuchtung lassen die Kirche heller, freundlicher und einladender wirken.

Von Ruß und Staub wurden ebenfalls der Sakraments-Turm, das Taufbecken, die Sandsteinfiguren und die 14 Kreuzwegstationen in teilweise mühsamer Kleinarbeit befreit. Das Taufbecken hat seinen neuen Platz im Chorraum.

Altarinsel wurde vorgezogen

Aber die wohl auffälligste Veränderung betrifft Altar und Ambo. Sie stehen künftig nicht mehr im erhöhten Chorraum, sondern auf einer vorgezogenen Altarinsel, um die künftig die Kirchenbänke platziert werden. „So sind wir als Zelebranten näher an den Menschen und können mit ihnen als Gemeinschaft die Eucharistie feiern. Durch die neue Anordnung gibt es mehr vordere Plätze“, betont Pfarrer Klemens Schneider. Nicht mehr „von oben herab“, sondern auf Augenhöhe könnte nun Gottesdienst gefeiert werden.

Der neue Altar, der Ambo und eine Stele für das Lektionar wurden aus dem Steinmaterial des alten Altars gefertigt. Dabei wurde auch das Reliquienkästchen aus dem Altar geholt, in dem sich Reliquien des Apostels Jakobus des Älteren und eines heiligen Märtyrers aus den Clemenskatakomben in Rom befinden.

Reliquie von Schwester Euthymia

„In dem neuen Altar wird zudem eine dritte Reliquie und zwar der seligen Schwester Maria Euthymia eingelassen. Somit besteht eine Verbindung in unterschiedliche Zeiten und zu verschiedenen Frömmigkeitsformen“, berichtet Schneider.

Pfarrer Klemens Schneider zeigt das versiegelte Reliquienkästchen. | Foto: Johannes Bernard
Pfarrer Klemens Schneider zeigt das versiegelte Reliquienkästchen. | Foto: Johannes Bernard

Während der Bauphase feierte die Gemeinde ihre Vorabend- sowie Beerdigungsgottesdienste im evangelischen Gemeindezentrum. „Ich bin dankbar, dass uns die Gemeinde dies ermöglicht hat. Das hat die Ökumene auch weiter vertieft“, ist sich der Pfarrer sicher.

Am ersten Adventsonntag (3. Dezember) wird die St.-Laurentius-Kirche um 10 Uhr wieder eröffnet. In einem Festgottesdienst wird Weihbischof em. Dieter Geerlings den neuen Altar weihen.

Konzert mit Gunter Emmerlich

Anlässlich der Wiedereröffnung ist ein festliches Adventskonzert mit Gunter Emmerlich und Jeanne Pascale Schule sowie Johann Plietzsch (Trompete), Sabine Herzog (Cello) und Matthias Suschke (Orgel und Klavier) am Montag, 4. Dezember, um 19.30 Uhr. Neben festlichen Arien, Duetten und Instrumentalmusik erklingen bekannte Lieder.

Zum Abschluss der Feierlichkeiten gibt es eine nicht alltägliche Krippenausstellung unter dem Thema „Denkanstößiges zum Wunder der Weihnacht“. Am Samstag und Sonntag, 9. Und 10. Dezember, sind jeweils von 14 bis 18 Uhr außergewöhnliche Krippendarstellungen der Sendener Künstlerin Mechthild Jülicher zu besichtigen.