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Mladic war unter anderem für das Massaker von Srebrenica in Bosnien verantwortlich. Bei seiner Beisetzung spielte das keine große Rolle.
Der serbisch-orthodoxe Patriarch Porfirije hat den Kriegsverbrecher Ratko Mladic als aufopferungsvollen Führer und Christen gewürdigt. Mladic bleibe der Mehrheit der Gläubigen als Befehlshaber im Gedächtnis, der in schwieriger und tragischer Zeit "sein Leben für die Freiheit und das Überleben seines Volkes geopfert" habe, sagte Porfirije laut der österreichischen Nachrichtenagentur Kathpress bei der Beisetzung Mladics am Montag, 7. September, in Belgrad.
Die orthodoxe Kirche bete für alle Menschen und überlasse Gott das Urteil über einen jeden, sagte der Belgrader Patriarch. In seiner Predigt nannte er Mladic, der als "Schlächter des Balkans" bekannt wurde, durchgängig "General Ratko".
Mladic verbüßte lebenlange Freiheitssstrafe
"Wir stehen vor einem Leben, das untrennbar mit einer schrecklichen Epoche verbunden ist - einem grauenhaften Krieg, verlorenen Heimen, verlorenen Leben und Gräbern. Deshalb beten wir, während wir für die Seele des Verstorbenen beten, auch für all jene, deren Leben ausgelöscht wurde", zitierte Kathpress den Patriarch.
Mladic war am 27. August im Alter von 84 Jahren in einem Gefängniskrankenhaus in Den Haag gestorben. Er verbüßte dort eine lebenslange Freiheitsstrafe für Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord während des Kriegs zwischen Serbien und Bosnien zwischen 1992 und 1995.
Die Taten von Ratko Mladic
Als Armeechef der auf bosnischem Gebiet errichteten "Republika Srpska" war Mladic einer der Hauptverantwortlichen für das Massaker von Srebrenica mit mehr als 8.000 Ermordeten, ebenso für die knapp vierjährige Belagerung der Hauptstadt Sarajevo. Seiner Beisetzung in Belgrad wohnten laut örtlichen Medien mehr als 300 orthodoxe Priester und mehrere serbische Minister bei.