Bischof besucht Zentralfriedhof

Genn erstaunt über Friedhofsentwicklung in Münster

Bischof Felix Genn hat am Donnerstag den Zentralfriedhof in Münster besichtigt. Anlass war das neue Begegnungshaus, das dort im März eröffnet wurde. Zu Beginn begrüßte Genn einige Mitarbeiter der Friedhofsverwaltung und dankte ihnen für ihre Tätigkeit. Er zeigte sich beeindruckt, wie viel Arbeit die Verwaltung des Friedhofs mache.

Die Mitarbeiter erzählten dem Bischof von der Entwicklung zu immer mehr Urnen-Bestattungen: „Für dieses Jahr erwarten wir, dass rund 70 Prozent aller Beisetzungen in Urnen vorgenommen werden.“ Zurzeit laufen auf dem Zentralfriedhof Planungen für ein neues Urnenfeld.

Genn: Für mich wäre das nichts

Bischof Genn im Gespräch mit Angestellten der Friedhofsverwaltung. | Foto: Martin Schmitz
Bischof Genn im Gespräch mit Angestellten der Friedhofsverwaltung. | Foto: Martin Schmitz

Die Entwicklung zu immer mehr Urnenbeisetzungen war Bischof Genn bekannt, dennoch war er erstaunt über die Dimensionen. „Aber gut, wenn man die Pflege eines Grabes nicht leisten kann, ist es so vielleicht praktikabler“, analysierte Genn. „Für mich wäre das nichts“, ergänzte er, nachdem Geschäftsführer Ralf Hammecke darauf hinwies, dass einige Urnen per Post am Friedhof ankämen.

Hammecke, der bis April 2018 Geschäftsführer des Zentralfriehofs Münster war und den Bau des Begegnungszentrums verantwortet hat, führte den Bischof gemeinsam mit Domkapitular Hans Bernd Köppen und dem aktuellen Geschäftsführer Markus Kortewille durch die neuen Geschäftsräume.

Pläne für Seelsorge auf dem Friedhof

(von links): Geschäftsführer Markus Kortewille, Bischof Felix Genn, der ehemalige Geschäftsführer des Zentralfriedhofs, Ralf Hammecke und Domkapitular Hans Bernd Köppen. | Foto: Martin Schmitz
Gruppenfoto vor dem neuen Begegnungszentrum (von links): Geschäftsführer Markus Kortewille, Bischof Felix Genn, der ehemalige Geschäftsführer des Zentralfriedhofs, Ralf Hammecke und Domkapitular Hans Bernd Köppen. | Foto: Martin Schmitz

Bei der Führung erzählte Köppen dem Bischof, dass die Betreiber planten, das Begegnungszentrum künftig auch seelsorglich zu bereichern. Hierzu solle zu festen Zeiten ein Priester, Diakon oder Pastoralreferent als Ansprechpartner in den neuen Begegnungsräumen vor Ort sein. Genn befürwortete diese Idee.

Der ökumenische Zentralfriedhof in Münster ist mit etwa 37.000 Grabstellen und 800 Bestattungen pro Jahr der größte Friedhof der Region. Er ist gemeinsames Eigentum der Katholischen Dompfarre, des Evangelischen Kirchenkreises Münster, und der Katholischen Kirchengemeinden St. Antonius, Herz Jesu und St. Elisabeth, St. Joseph, Heilig Kreuz, St. Lamberti, Liebfrauen-Überwasser, St. Martini, St. Ludgeri und Aegidii.