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Ratsvorsitzende lobt Austausch mit katholischen Bischöfen in Westfalen

Genn gratuliert Kurschus zu EKD-Amt: Auf weiterhin gute Zusammenarbeit!

  • Bischof Felix Genn für das Bistum Münster und Bischof Georg Bätzing für die Deutsche Bischofskonferenz haben der neuen EKD-Ratsvorsitzenden Annette Kurschus gratuliert.
  • Genn hofft, die in Westfalen gute Zusammenarbeit fortsetzen zu können.
  • Kurschus erklärte nach der Wahl, die Missbrauchs-Aufarbeitung solle Chefinnensache werden.
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Bischof Felix Genn für das Bistum Münster und Bischof Georg Bätzing für die Deutsche Bischofskonferenz haben der neuen Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Annette Kurschus (58), zur Wahl gratuliert. Kurschus ist Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, zu deren Gebiet auch das Münsterland zählt.

Genn äußerte sich in einem Schreiben nach Angaben seiner Pressestelle dankbar für das, was in den zurückliegenden Jahren zwischen den beiden Kirchen geschehen sei. Nun werde die „hoffentlich auch weiterhin gute Zusammenarbeit“ noch einmal auf eine andere Ebene gestellt.

 

Bätzing: Weg der Ökumene geht weiter

 

Bischof Bätzing zeigte sich in seinem Schreiben zuversichtlich, dass „wir den eingeschlagenen ökumenischen Weg der Kirchen in Deutschland in guter und engagierter Weise fortsetzen“. In Deutschland schauten viele Menschen besonders darauf, wie Bischofskonferenz und EKD diesen gemeinsamen Weg gestalteten.

„Über viele Jahre und Jahrzehnte haben wir gute und verlässliche, in schwierigen Zeiten auch belastbare Beziehungen aufgebaut“, betonte Bätzing. Er sei „gewiss, dass Sie als neue Ratsvorsitzende unser vertrauensvolles Miteinander weiterverfolgen und unsere Weggemeinschaft auch mit eigenen Ideen und Überzeugungen prägen werden“.

 

Frauen besetzen alle drei EKD-Spitzenämter

 

Zugleich würdigte Bätzing den scheidenden Ratsvorsitzenden, Bischof Heinrich Bedford-Strohm, als „wahren Garant für die Ökumene“. Ein „weitsichtiger Brückenbau und eine Mittlerrolle im ökumenischen Dialog“ habe dessen Amtszeit geprägt.

Zu Kurschus‘ Stellvertreterin in der EKD wurde die Hamburger Bischöfin Kirsten Fehrs (60) gewählt. Zusammen mit der im Mai gewählten Präses, also Vorsitzenden der Synode, Anna-Nicole Heinrich (25), sind erstmals drei Frauen die obersten Repräsentantinnen der Protestanten in Deutschland.

 

Kurschus: Missbrauchs-Aufarbeitung wird Chefinnensache

 

Kurschus sagte, ihre Wahl ehre und stärke sie. Sie kündigte an, die Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs in der evangelischen Kirche zur Chefinnensache zu machen.

Die gesellschaftlichen Erwartungen an die Kirche seien „zu Recht groß“, weil „wir mit der Botschaft, von der wir leben, die Hoffnung wachhalten“. Das Leben auf der Erde sei so stark gefährdet wie nie, so die Ratsvorsitzende. „Wir müssen alles tun, um das Leben in Vielfalt zu schützen und zu erhalten, damit auch unsere Kinder und Kindeskinder auf der Erde leben können.“

 

Wunsch an die katholische Kirche

 

Mit Blick auf die Ökumene sprach Kurschus von einer „starken und guten Perspektive“. Es sei wichtig, dass es auf leitender Ebene einen ehrlichen Austausch zwischen den Verantwortlichen gebe, so wie dies etwa mit den Bischöfen in Westfalen und im Rheinland der Fall sei. An die katholische Kirche gewandt äußerte Kurschus den Wunsch, sie möge den Mut finden, die Vielfalt in der Gesellschaft etwa in der Genderfrage auch auf ihrer Leitungsebene stärker abzubilden.

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