Weihe der liturgischen Öle in Münster

Genn in der Chrisam-Messe: Öle sind Markenzeichen für Christen

Mit Markenzeichen für Christen hat Bischof Felix Genn die heiligen Öle verglichen, die er am Montag der Karwoche im St.-Paulus-Dom in Münster für den Einsatz in den Pfarreien des Bistums geweiht hat. Jeder Christ, der die heiligen Öle empfange, werde „zur persönlichen Marke“, sagte Genn in der Predigt in der so genannten Chrisam-Messe.

Zwar verschwinde das Salböl auf der Stirn recht schnell. Aber die so Gesalbten, die Christen, „sind die Marke, an der man erkennen kann, wofür die Kirche steht“, sagte der Bischof. Deshalb sei jeder Lebensweg eines Glaubenden – ökonomisch gesprochen – ein „Markenbildungsprozess“.

Markenbildungsprozess im Bistum Münster

Genn äußerte sich vor dem Hintergrund eines laufenden Markenbildungs-Prozesses im Bistum Münster. Dabei soll unter anderem ein Logo entwickelt werden, das zeigt, welche Einrichtungen von der katholischen Kirche im Bistum Münster getragen werden.

Diese sei in vielen Bereichen der Gesellschaft tätig, sagte der Bischof und verwies auf Schulen, Krankenhäuser und Angebote der Caritas. Oft werde aber gar nicht gesehen, „wie sehr diese Einrichtungen mit der Kirche verbunden sind“.

Weihe der liturgischen Öle

Genn deutete die Hoffnung an, dass die Zufriedenheit der Menschen mit der Kirche steigt, wenn sie erkennen könnten, was alles zur Kirche gehört. Er verwies auf die hohen Kirchenaustrittszahlen vergangener Jahre. Diese Zahlen müssten vor allem jene umtreiben, „die in der Kirche eine eigene Verantwortung haben“.

Der Bischof weihte das Katechumenen-Öl, mit dem Erwachsene gesalbt und so als Taufbewerber zugelassen werden, das Öl für die Krankensalbung und  Chrisam, das bei Taufen, Firmungen, Priester- und Bischofsweihen verwendet wird.