Marienfestwoche in Eggerode endet mit Wallfahrt der Malteser

Genn ruft Eltern dazu auf, immer zu ihren Kindern zu stehen

Ja zu Gott, Ja zu Jesus zu sagen, dazu hat Bischof Felix Genn zum Abschluss der Marienfestwoche im Wallfahrtsort Eggerode ermutigt. Nach dem Gottesdienst, der auch Höhepunkt der Diözesan-Wallfahrt der Malteser war, zogen die Gläubigen in einer Prozession mit dem Gnadenbild „Unserer Lieben Frau vom Himmelreich“ durch den Ort.

In seiner Predigt sagte der Bischof, bei der Frage danach, wie Christen in einer immer stärker säkularen Welt leben wollen, seien besonders die Kinder und Jugendlichen herausgefordert - „viel mehr als es die Eltern und Großeltern waren“. Doch egal zu welcher Entscheidung die Jugendlichen kämen, „wir als Erwachsene bleiben nur Christen, wenn wir lernen, diese zu akzeptieren, sie nicht ablehnen, sondern mit unserer Liebe unterfangen“, betonte Genn.

Prozession durch die Straßen

Der Bischof richtete sich auch an alle Pilger: „Können wir sagen, dass wir in Jesus den gefunden haben, der uns die Antwort für unser Leben gibt?“ Das Eggeroder Gnadenbild erinnere an Maria, die sich Jesus zur Verfügung gestellt, ihn als Mutter begleitet habe: „Sie ist ihm gefolgt, auch durch Dunkelheiten“, erklärte der Bischof. Wer sich Jesus öffne, der weite seinen Horizont, „der ist nicht fixiert auf das Hier und Jetzt“.

Zu Beginn des feierlichen Gottesdienstes, an dem auch viele Fahnenabordnungen der kirchlichen Vereine und Verbände teilnahmen und der musikalisch vom Kinder- und Kirchenchor sowie der Blaskapelle der Freiwilligen Feuerwehr mitgestaltet wurde, hatte Pfarrer Thomas Diedershagen den Besuch aus Münster begrüßt und gleichzeitig allen gedankt, die bei der Planung und Organisation der Marienfestwoche geholfen hätten.

Vor dem Schlusssegen an der Wallfahrtskapelle zogen die Pilger singend und betend durch die Straßen Eggerodes. Vier junge Frauen trugen dabei das Gnadenbild auf ihren Schultern.