Bistumsweites Projekt „Zukunft einkaufen“

Genn zeichnet Pfarrei Ostbevern als öko-faire Gemeinde aus

„Zukunft einkaufen“ heißt das bistumsweite Projekt, an dem sich die Ostbeverner Pfarrei St. Ambrosius seit mehreren Jahren mit viel Leidenschaft beteiligt. Bis 2021 soll nun überprüft werden, ob Einkäufe und Anschaffungen in der Pfarrei und deren Einrichtungen fairen und ökologischen Kriterien genügen – von Kaffee und Tee über Papier bis hin zu Strom und Wärme.

Mit dem Zertifikat „öko-faire Kirchengemeinde“ haben die Verantwortlichen dafür jetzt eine schriftliche Bestätigung und gleichzeitig eine Motivation, weiterzumachen. Bischof Genn überreichte den Verantwortlichen während der Vorabendgottesdienstes am Samstag zusammen mit Thomas Kamp-Deister vom Bistum Münster eine Urkunde und eine Plakette. Das teilte die Bischöfliche Pressestelle Münster mit.

Vorbild für faire Handelsbeziehungen

St. Ambrosius in Ostbevern ist eine der ersten Kirchengemeinden im Bistum Münster, die für ihr Engagement zertifiziert worden ist. „Ich überreiche Ihnen hier und heute die Urkunde persönlich, möchte damit aber ein Zeichen für das ganze Bistum setzen“, betonte Genn in seiner Predigt. Mit dem Engagement für eine bessere Umwelt seien viele Menschen im Bistum „im Einsatz Gottes“ tätig. „Wir können nicht groß von der Bewahrung der Schöpfung reden und selber tun wir nichts“, betonte Genn und verdeutlichte weiter: „Wir können nicht begeistert sein, dass Franziskus zum ersten Mal in der Geschichte eine Sozialenzyklika über das Thema Schöpfung geschrieben hat und wir tun nichts.“ Mit der Zertifizierung der Ostbeverner Kirchengemeinde verband er darum einen Wunsch: „Mögen sich viele weitere Gemeinden ihrem Beispiel anschließen.“

Auch kleine Schritte bringen Veränderung

Im Mittelpunkt des anschließenden Festes im Edith-Stein-Haus stand das 30-jährige Bestehen des Eine-Welt-Ladens. Pfarrer Michael Mombauer hob hervor, dass dieser durch die Impulse, die von dem Laden und dem Einsatz der dort tätigen Ehrenamtlichen ausgingen, maßgeblich zur Zertifizierung als öko-faire Gemeinde beigetragen habe. Die Ehrenamtlichen berichteten von einer Bewusstseinsänderung der Konsumenten. Längst würden nicht nur in den Kirchenhäusern faire Produkte ausgeschenkt, auch im Rathaus sowie in vielen Gaststätten und Vereinen Ostbeverns sei es selbstverständlich, dass beispielsweise der Kaffee aus fairem Handel komme.