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Weihnachtliche Spendenaktion wird am Sonntag in Trier eröffnet

Gesundheit für die Armen Lateinamerikas: Adveniat-Aktion startet

  • Die Spendenaktion des katholischen Hilfswerkes Adveniat startet am Sonntag.
  • Das Hilfswerk rückt das Thema Gesundheit ins Blickfeld.
  • Durch Spendengelder soll die Versorgung der Ärmsten in Lateinamerika unterstützt werden.
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Das katholische Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat eröffnet am Sonntag, dem ersten Advent, seine bundesweite Weihnachtsaktion in Trier. Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr das Thema Gesundheit mit dem Leitwort "Gesundsein Fördern".

Lateinamerika erlebe in Folge der Corona-Pandemie und der steigenden Preise für Lebensmittel und Energie eine dramatische humanitäre Krise, sagte Adveniat-Hauptgeschäftsführer Pater Martin Maier vor Journalisten. Er sprach von einem Teufelskreis aus Armut, Hunger und mangelnder Gesundheitsversorgung.

Das Hilfswerk unterstütze die Menschen mit Projekten und Einrichtungen zu Medizin, Gesundheit und Ernährung. Die Projektpartner bildeten beispielsweise Gesundheitshelferinnen und -helfer aus. Kirchliche Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen stünden armen Menschen offen. Bei der Weihnachtsaktion stellt das Hilfswerk seine Projekte vor und sammelt Spenden.

Gesundheitsversorgung "nur gegen Geld und für Reiche"

Solidarität sei für die Menschen existenziell, damit Gesundheit kein unerreichbares Gut bleibe, so Maier. Die Pandemie habe die systemischen sozialen Missstände offenbart und "wie ein Scheinwerfer sichtbar gemacht, wie ungleich der Reichtum in Lateinamerika verteilt ist - und auch der Zugang zu Gesundheitsversorgung", sagte Maier der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Eine Gesundheitsversorgung geben es zwar, aber "nur gegen Geld - und damit nur für Reiche". Adveniat unterstütze bewusst "Menschen, die vergessen, sich selbst überlassen oder ausgegrenzt werden".

Der Trierer Bischof Stephan Ackermann sagte, bei einer Bolivien-Reise im Sommer habe er überall die schlimmen Folgen der Pandemie wahrgenommen. Advent bedeute auch, für die Bedürfnisse anderer Menschen wach zu sein und nicht "Augen und Ohren zu verschließen".

"Viele Krankheiten könnten verhindert werden"

Der bolivianische Bischof Eugenio Coter nannte horrende Kosten für Gesundheit als eine Ursache für Armut in Bolivien. Im Krankheitsfall müssten Menschen oft ihr ganzes Erspartes ausgeben. Schwester Geanni Ramos aus Guatemala sagte mit Blick auf eine hohe Zahl unterernährter Kinder in dem Land, dass sich viele Probleme und Krankheiten verhindern ließen.

Am Eröffnungsgottesdienst am Sonntag im Trierer Dom nehmen außer den Bischöfen Ackermann und Coter auch der für Adveniat zuständige Essener Bischof Franz-Josef Overbeck sowie Bischof Pascual Limachi aus Bolivien und weitere Gäste aus Lateinamerika teil. Im Fokus der Aktion stehen in diesem Jahr Bolivien, mit dem das Bistum Trier seit 1960 eine Partnerschaft hat, sowie Guatemala.

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