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„Open Doors“ fordert indische Regierung zum Handeln auf

Gewalt gegen Christen - Hilfsorganisation prangert Zustände in Indien an

  • Die christliche Hilfsorganisation „Open Doors“ prangert Hass und Gewalt gegen Millionen Christen in Indien an.
  • Das Land belege den zehnten Platz unter den Ländern, in denen es für Christen am gefährlichsten ist, ihren Glauben zu leben.
  • Es stelle sich die Frage, ob Religionsfreiheit in Indien nur für Hindus gelte, so die Hilfsorganisation.
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Die christliche Hilfsorganisation „Open Doors“ prangert Hass und Gewalt gegen Millionen Christen in Indien an. Das Land belege den zehnten Platz unter den Ländern, in denen es für Christen am gefährlichsten ist, ihren Glauben zu leben, erklärte Open Doors am Freitag in Kelkheim.

„Die gewaltsamen und immer wieder auch tödlichen Übergriffe auf christliche Versammlungen und Familien geschehen zumeist durch Anhänger der Hindutva-Ideologie mit ihrem Slogan ‚Indien den Hindus‘.“ Zur Verbreitung religiös motivierter Gewalt trügen vermehrt soziale Medien bei. Sie verweigerten oftmals die Löschung von Aufrufen oder von Videoaufnahmen von Übergriffen.

 

Religionsfreiheit nur für Hindus?

 

Open Doors wirft die Frage auf, ob die laut Indiens Verfassung garantierte Religionsfreiheit nur für Hindus gelte. Eine Sprecherin der Hilfsorganisation forderte: „Wir können solche schweren Verstöße in einem Land, das sich rühmt, die größte Demokratie der Welt zu sein, nicht tolerieren. Anbieter der sozialen Medien müssen diese Verstöße sehr ernst nehmen. Die internationale Gemeinschaft kann diese orchestrierte Kampagne gegen Christen und andere religiöse Minderheiten nicht länger ignorieren.“

Ende Oktober hatte Indiens Premierminister Narendra Modi nach einer Audienz bei Papst Franziskus im Vatikan über Twitter mitgeteilt, er habe seinen Gastgeber zu einem Besuch eingeladen. Indiens Bischöfe hatten Franziskus bereits vor längerer Zeit gebeten, Gast auf dem Subkontinent zu sein.

 

Erzbischöfe rufen gegen Gewalt auf

 

Kurz vor Modis Besuch im Vatikan hatten zwei katholische Erzbischöfe in Indien von den Bundes- und Landesregierungen Maßnahmen gegen die Gewalt der Hindu-Nationalisten gefordert. Christen machen 2,3 Prozent der 1,3 Milliarden überwiegend hinduistischen Einwohner Indiens aus.

Laut einem jüngst vorgelegten Untersuchungsbericht sind Christen in 21 der 28 indischen Bundesstaaten der Verfolgung ausgesetzt. Verantwortlich seien vor allem Hindu-Nationalisten, so die Bürgerrechtsorganisationen „Association for the Protection of Civil Rights“ (APCR) und „United Against Hate and United Christian Forum“ (UCF) als Autoren des Reports. Die meisten dieser Staaten würden von Modis „Indischer Volkspartei“ BJP regiert.

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