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Reaktionen auf die Ernennung des neuen Offizials in Vechta

Glückwünsche für Theising – Wehmut am Niederrhein

Gute Wünsche begleiten Weihbischof Wilfried Theising beim Wechsel vom Niederrhein an die Spitze des Offizialatsbezirks Oldenburg.

Gute Wünsche begleiten Weihbischof Wilfried Theising beim Wechsel vom Niederrhein an die Spitze des Offizialatsbezirks Oldenburg. Dabei mischte sich am Freitag (21.10.2016) in die Reaktionen aus den Kreisdekanaten Kleve und Wesel auch Wehmut. Kirche+Leben hat sich am Niederrhein und in Vechta umgehört.

Der noch amtierende Ständige Vertreter des Offizials in Vechta, Prälat Peter Kossen, sagte, es sei Theising ein Anliegen, Leute kennenzulernen, einen „Draht zu den Menschen“ zu bekommen und ihre Sprache zu sprechen. Das werde dem neuen Offizial gut gelingen, erwartete Kossen, da Theising aus einer ländlich geprägten Gegend stamme.

Kossen: Über Rolle der Pfarreien nachdenken

Als eine Aufgabe für Theising bezeichnete Kossen es, „noch einmal zu schauen, wie man nach den Fusionen noch mehr Kompetenzen in die Gemeinden verlagern kann“. Die Gemeinden „noch ernster“ zu nehmen, könne auch „mehr Entscheidungskompetenzen“ einschließen.

Theisings künftiger Stellvertreter, Prälat Bernd Winter, riet Theising, „viel unterwegs zu sein“. Persönliche Kontakte seien „eine ganz große Möglichkeit“, Verbundenheit wachsen zu lassen und „Vertrauen aufzubauen“. Theising habe „hier viele Möglichkeiten zu gestalten“. Winter wünschte seinem neuen Chef, dass er dies spüre und sich darauf einlassen könne. Auch Winter sieht im Nachdenken über die Rolle und das Leben der Pfarreien eine Zukunftsaufgabe.

Oldenburger Verbände bieten Mitarbeit an

Der Vorsitzende des Komitees der Verbände im Oldenburger Land, Clemens Olberding, äußerte die Hoffnung, „dass der Weihbischof die Nähe zu den Menschen am Rande der Gesellschaft sucht“. Zudem müsse es darum gehen, die Menschen in den Gemeinden zu stärken. Dafür bot Olberding die Mithilfe der Verbände an.

Die Sprecherin des Leitungsteams der Katholischen Frauengemeinschaft im Oldenburger Land, Maria Ruprecht, hoffte auf „ein offenes Wort“ Theisings „für alle Menschen“. Sie wünschte sich, dass wahrgenommen werde, „was Frauen in der Kirche leisten“.

Am Niederrhein auch Bedauern

Gratulationen und Abschiedsschmerz prägen die Reaktionen am Niederrhein. „Für die Menschen im Offizialat ist es ein Gewinn, so sehr ich es bedaure, dass Theising den Niederrhein verlässt“, sagte der Klever Kreisdechant Propst Johannes Mecking auf Anfrage. Theising habe „einen intensiven Bezug zu den Menschen und kennt vor allem auch die Situation in der Landwirtschaft“, die ja auch das Oldenburger Land präge.

Weitere Hintergründe
Ausführliche Berichte, einen Kommentar und weitere Reaktionen finden Sie in der Wochenzeitung Kirche+Leben (Ausgabe vom 30.10.2016).

Der Propst von Xanten im Kreisdekanat Wesel, Klaus Wittke, lobte die Offenheit von Weihbischof Theising, „sein freundliches Wesen und seine Natürlichkeit“. Sie werde am Niederrhein fehlen. Oft habe sich gezeigt, dass der neue Offizial „am glücklichsten ist, wenn er nahe bei den Gläubigen sein kann“.

Cornelia Grasshoff vom Kreiskomitee der Katholiken in Kleve äußerte sich „sehr beeindruckt“, wie intensiv Theising sich „in Gesprächen immer wieder den Menschen zuwendet und wie er die Gruppen, Verbänden und Organisationen in die Seelsorge einbindet“. Der Münsterländer Theising sei „ein echter Niederrheiner geworden“. Nicht nur Cornelia Grasshoff gab ihm Glückwünsche mit auf den Weg.

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