Münsters verstorbener Weihbischof Voß war Preisträger 2008

„Goldenes Karussellpferd“ für Erzbischof Hans-Josef Becker

Der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker (68) erhält das „Goldene Karussellpferd“ der Arbeitsgemeinschaft der nordrhein-westfälischen Schausteller. Mit dem Ehrenpreis werde die enge Zusammenarbeit zwischen der Kirche und dem Schaustellerwesen beim jährlichen Libori-Fest ausgezeichnet, teilte die Deutsche Bischofskonferenz am Mittwoch mit. Der Preis wird am 3. März im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund übergeben.

Becker bedankte sich für die Würdigung. Ihm sei bewusst, dass die Ehrung „in erster Linie einem Aushängeschild unseres Erzbistums gilt: unserem Libori-Fest“. Paderborns fünfte Jahreszeit mache jedes Jahr deutlich, wie eng Kirche und Kirmes verbunden seien. Der Erzbischof steigt dabei auch selbst ins Riesenrad. Besucher konnten im vergangenen Jahr Gutscheine für eine Fahrt mit dem Geistlichen gewinnen.

Das neuntägige Libori-Fest Ende Juli ist eine Mischung aus Kirmes, Kultur und kirchlichen Veranstaltungen. Es zieht jährlich rund eine Million Besucher an. Das Fest hat seinen Ursprung im Jahr 836. Damals wurden die Gebeine des heiligen Liborius, der Bischof von Le Mans in Frankreich war, nach Paderborn überführt. So entstand eine der ältesten Städtepartnerschaften.

Für seinen Einsatz für Volksfeste und Kirmes

Mit der Würdigung sei auch der Dank verbunden, dass Becker einen Priester seiner Diözese für die bundesweite Zirkus- und Schaustellerseelsorge freistelle. Der Seelsorger betreue rund 36.000 Schausteller, 3.500 Mitglieder aus reisenden Zirkusunternehmen und 25.000 Angestellte in Vergnügungsparks.

Mit dem einmal im Jahr vergebenen „Goldenen Karussellpferd“ ehren die NRW-Schausteller eine Persönlichkeit des öffentlichen Lebens, die sich in besonderer Weise für die Förderung von Volksfesten und Kirmes eingesetzt hat. 2008 erhielt Münsters Weihbischof Josef Voß die Auszeichnung.