Neuer Pfarrer betet im strömenden Regen am Gnadenbild

Gregor Kauling als neuer Wallfahrtsrektor in Kevelaer eingeführt

Mit einem feierlichen Gottesdienst ist Pfarrer Gregor Kauling am Sonntag als neuer Wallfahrtsrektor in Kevelaer eingeführt worden. Er folgt auf Rolf Lohmann, der nun als Weihbischof im Bistum Münster für den Niederrhein zuständig ist. Zu Beginn des Gottesdienstes überreichte Kaplan Christoph Schwerhoff dem neuen Pfarrer das „Pastor-Schüppchen“, das die Schäferschaufel symbolisiert und an das Hirtenamt des Pastors erinnert.

Im strömenden Regen legte der neue Wallfahrtsrektor nach einer kurzen Prozession durch die Stadt einen Halt am Gnadenbild der Muttergottes ein, um dort zu beten. Es habe „kraftvollen Segen von oben“ gegeben, sagte Kauling bei der Begrüßung lächelnd.

Neuanfang für Gemeinde

Gregor Kauling betet im Regen vor dem Gnadenbild in Kevelaer. | Foto: Christian Breuer (pbm)
Gregor Kauling betet im Regen vor dem Gnadenbild in Kevelaer. | Foto: Christian Breuer (pbm)

In seiner Predigt erinnerte er an den Besuch von Mutter Theresa, die den Niederrhein am 19. September 1987 besucht hatte. Als 23-Jähriger habe er damals mit vielen anderen Menschen ihre Worte gehört und den Rosenkranz mit ihr gebetet. „Das hat mich tief berührt“, erklärte Kauling, der damals noch Stadtentwicklung in Aachen studierte. „Ich bin verwandelt zurückgegangen nach Aachen“, sagte er.

Unzählige Pilger seien in 375 Jahren zum Gnadenbild gekommen, sagte Kauling. „Ich bin einer von denen, die hierhin gepilgert und mit Trost zurückgegangen sind.“ Er wisse, dass die Gemeinde nach vielen Veränderungen und Umbrüchen wieder einen Neuanfang vor sich habe, doch „Gott schenkt immer wieder einen neuen Anfang“.

Pastor und Stadtplaner

Im Anschluss an den Gottesdienst begrüßte Bürgermeister Dominik Pichler den neuen Wallfahrtsrektor: „Es gibt genügend Leute die denken, dass wir einen neuen Stadtplaner brauchen“, sagte dieser lachend, „nun hat uns der Lieber Gott einen neuen Pastor und gleichzeitig einen Stadtplaner geschickt. Das ist doppelt gut.“ Nach dem ersten Treffen freue er sich auf die Zusammenarbeit: „Ich glaube, dass er anpacken kann und weiß, wie man die Leute erreicht.“