POLITIK

Bischöfin zu Trump-Plänen: „Grönland steht nicht zum Verkauf“

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Der US-Präsident möchte Grönland annektieren. Jetzt hat sich die evangelisch-lutherische Bischöfin der autonomen Region Dänemarks zu Wort gemeldet.

Von KNA

Grönlands lutherische Bischöfin, Paneeraq Siegstad Munk (48), widersetzt sich dem Griff der US-Regierung nach der rohstoffreichen Arktis-Insel. „Wir sind Menschen, kein Eigentum“, sagte sie am Montag laut einer vom ökumenischen Weltkirchenrat verbreiteten Erklärung. „Grönland steht nicht zum Verkauf“, betonte Munk. Dies sei eine Frage der Menschenrechte, der Würde und der Achtung internationaler Gesetze.

US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt mehrfach angekündigt, das autonome Gebiet Dänemarks den USA einzuverleiben – durch einen Kauf oder „auf die harte Tour“. Er begründete dies mit nationalen Sicherheitsinteressen. Solche Töne hätten bei vielen Grönländern Besorgnis ausgelöst, so die Bischöfin. Keinesfalls dürften territoriale Ansprüche gegen den Willen der Bevölkerung durchgesetzt werden. Sie selbst bete jeden Sonntag „für das Königreich Dänemark und die autonome Regierung Grönlands“, versicherte sie.

Bevölkerung zu 95 Prozent evangelisch-lutherisch

Rund 95 Prozent der rund 57.000 Einwohner Grönlands gehören der dortigen evangelisch-lutherischen Kirche an, die ein Teil der Dänischen Volkskirche ist. Die eigenständige Insel-Diözese besteht seit 1993 und wird seit 2020 von Bischöfin Munk geleitet.

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