Kirche+Leben Lexikon

Heilige Irmgard von Aspel - wer war das?

Als Gräfin von Aspel kam die heilige Irmgard um 1000 in Rees am Niederrhein zur Welt und wuchs auf der Burg Aspel bei Rees auf.

 

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Nach dem Tod ihrer Eltern kam es Irmgard zu, das Erbe zu verwalten. Das bdeutete, dass Irmgard über die Stadt Rees und die Burg Aspel verfügte, ebenso über den Forst bei Süchteln mit allen dazu gehörigen Gütern. Eine ihrer Gründungen war das um 1040 errichtete Chorherrenstift in Rees. Ihre Lebensgeschichte konne bis heute nicht restlos geklärt werden.

Gedenktag: 4. September

Um ganz Gott zu dienen, soll Irmgard allen Reichtümern entsagt haben. Sie zog sich nach Süchteln in die Einsamkeit zurück. Daher ist sie auch unter dem Namen Irmgard von Süchteln bekannt.

Ihre Besitzungen vermachte sie unter anderem dem Sitft Mariengaarde in Friesland sowie der Kölner Kirche und dem Kloster St. Pantelon, dem sie sich besonders verbunden fühlte, weil ihr Bruder dort Abt war.

Darstellung:
Als Pigerin mit Stab, vor einem Kreuz betend, mit blutbeflecktem Handschuh.

Ihr gläubiges Leben ist gesprägt von Pilgerreisen und tätiger Nächstenliebe. Sie besucht in Köln die heiligen Stätten und reist dreimal als Pigerin nach Rom.

Ihr Leben stand aber auch ganz im Dienst der Armen und Kranken. Es wird von einem Hospiz in der Nähe des Kölner Doms berichtet, das Irmgard errichten ließ. Ihr Todesdatum 19. Februar 1065 ist nicht gewiss. Andere Quellen nennen den 4. September 1082 oder 1089. Sie soll in der Agneskapelle des Kölner Doms beigesetzt worden sein, andere Quellen nennen auch Rees als Ort ihrer letzten Ruhestätte.

Namensbedeutung:
"Irmgard" ist althochdeutsch und heißt "gute Frau im Haus".

In Süchteln am Niederrhein wird sie heute noch als Stadtpatronin verehrt. Jedes Jahr im Herbst gibt es dort die Irmgardis-Oktav, in der zu Ehren der Heiligen acht Tage lang verschiedene Veranstaltungen stattfinden. Den Höhepunkt der Feierlichkeiten bildet die Irmgardisprozession: Die Reliquien der Heiligen werden von der Pfarrkirche über einen Kreuzweg in die Irmgardiskapelle auf dem Heiligenberg gebracht.

Dieser Berg ist der Tradition nach eine Wirkungsstätte der Heiligen gewesen, hier soll Irmgard eine heilbringende Quelle hinterlassen haben.

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