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Mit kleinen Taten Freude schenken: Die Nikolausaktion des Bonifatiuswerks startet bald. Wo den Taten des Heiligen im Bistum Münster nachgeeifert wird.
In einer Zeit, in der viele Menschen sich nach mehr Miteinander sehnen, lädt das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken mit seiner Aktion „Tat.Ort.Nikolaus: Gutes tun – kann jeder“ dazu ein, selbst aktiv zu werden und anderen mit kleinen Gesten eine Freude zu bereiten.
Bundesweit entstehen in diesem Jahr 64 „Orte guter Taten“ – zwei davon im Bistum Münster. Rund um die Gemeinde St. Peter und Paul wird es in Velen und Ramsdorf im Kreisdekanat Borken zwei Tat.Orte geben. Die Gemeinde nimmt zum dritten Mal in Folge an der Aktion des Bonifatiuswerks teil, erzählt Pastoralreferentin Sr. Kathrin Vogt im Gespräch mit Kirche+Leben.
Angebote von St. Peter und Paul in Velen
In St. Walburga in Ramsdorf bietet die Gruppe „Willkommen bei uns“ das ganze Jahr über ein Sprachcafé für Geflüchtete an. Beim „Multikulturellen Adventsfenster“ am Mittwoch, 3. Dezember, liest und singt die Gruppe Texte der Geflüchteten vor der Tür des Pfarrheims mit einer anschließenden Besinnungsfeier. Dabei werden Schokoladennikoläuse verschenkt, um auf diese Weise die verschiedenen Kulturen auch mit der Tradition des Nikolauses in Deutschland zu verbinden.
Am Montag, 8. Dezember, lädt der Sachausschuss der Caritas in St. Peter und Paul Kinder von Geflüchteten ab 17 Uhr zu einer Nikolausfeier ins Haus der Begegnung ein. Dort wird der Nikolaus jedem Kind Nikolaustüten überreichen. Die Resonanz in den vergangenen Jahren war groß: „Alleine im letzten Jahr kamen 85 Kinder zu der Veranstaltung“, sagt Sr. Kathrin Vogt.
„Wer glaubt, Heldentaten seien nur etwas für Legenden, irrt. Unsere ‚Tat.Ort.Nikolaus-Aktion‘ zeigt: Jeder kann ein Actionheld sein und mit guten Taten echte Veränderungen bewirken. Wir erleben gerade große gesellschaftliche Veränderungen, die viele Menschen verunsichern. In solchen Situationen braucht es Zeichen des Zusammenhalts und der gegenseitigen Unterstützung. Wer sich – wie der heilige Nikolaus in lebendiger christlicher Tradition – für andere einsetzt, bringt Nächstenliebe und Hoffnung in eine Zeit, die beides dringend braucht“, sagt Bonifatiuswerk-Generalsekretär Monsignore Georg Austen.
Teil der „Weihnachtsmannfreien Zone“
Bereits zum sechsten Mal führt das Bonifatiuswerk die Aktion durch. In den vergangenen fünf Jahren entstanden so fast 400 Orte guter Taten. Für jeden „Tat.Ort“ stellt das Hilfswerk Schokonikoläuse, und bei Bedarf Sachkostenzuschüsse, für Projekte mit karitativer oder diakonischer Ausrichtung zur Verfügung.
Die Aktion „Tat.Ort.Nikolaus“ ist Teil der größeren bundesweiten Initiative „Weihnachtsmannfreie Zone“, die das Bonifatiuswerk bereits vor mehr als 20 Jahren ins Leben gerufen hat. Ihr Ziel ist es, den heiligen Nikolaus mit seinen christlichen Werten wieder stärker in den gesellschaftlichen Blick zu rücken. Prominente Unterstützung erhält die Nikolaus-Aktion neben Udo Lindenberg, der eigens für diese Aktion einen Nikolaus gemalt hat, auch von Sängerin Maite Kelly.