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Heiner Wilmer wird früher als Bischof von Münster eingeführt als zunächst geplant. Der Grund liegt allerdings nicht in seinem neuen Bistum.
Update 30. März: Ein vatikanischer Termin sorgt dafür, dass die Einführung von Heiner Wilmer als Bischof von Münster um eine Woche auf den 21. Juni vorgezogen wird. In der Nähe des ursprünglich geplanten Termins soll ein Konsistorium stattfinden, also eine Zusammenkunft der Kardinäle in Rom, hatte Vatikansprecher Matteo Bruni bereits nach dem Konsistorium im Januar angekündigt.
„Zu diesem offiziellen Termin werden wir nicht in Konkurrenz treten“, sagt Münsters Dompropst Hans-Bernd Köppen den „Westfälischen Nachrichten“. Am Konsistorium dürfte unter anderem der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki teilnehmen. Als Metropolit der Kirchenprovinz, zu der das Bistum Münster gehört, soll er die Einführung Wilmers vornehmen. (jjo.)
Eine Woche früher
Erstmeldung 28. März: Am Hochfest des Bistumsgründers, des heiligen Liudger, ist Heiner Wilmer zum neuen Bischof von Münster ernannt worden – am vergangenen Donnerstag, 26. März. Seine feierliche Amtseinführung sollte zu einem ebenso symbolstarken Termin stattfinden: am Vortag des Hochfestes des Patrons von Diözese und Dom, des heiligen Paulus, nämlich am 28. Juni in Münsters Kathedrale.
Doch jetzt ist klar: Daraus wird nichts, „aus terminlichen Gründen“, wie Dompropst Hans-Bernd Köppen gegenüber Kirche+Leben erklärte. Nähere Angaben machte er nicht. Dafür tritt der neue Bischof seinen Dienst im Bistum Münster eine Woche früher an – nämlich am Sonntag, dem 21. Juni. Die festliche Liturgie im Paulusdom beginnt demnach um 14 Uhr.
Woelki und der Nuntius
An der Einführung werden zahlreiche Gäste aus Kirche und Politik, aus dem In- und Ausland teilnehmen, nicht zuletzt werden viele Mitglieder der Deutschen Bischofskonfernz erwartet, deren Vorsitzender Wilmer seit wenigen Wochen ist. Den eigentlichen Akt der Einführung übernimmt traditionell der Metropolit der Kirchenprovinz, zu dem ein Bistum gehört. In Münsters Fall ist das entsprechend der Erzbischof von Köln, Kardinal Rainer Maria Woelki.
Zudem wird der Botschafter des Heiligen Stuhls erwartet, seit 13 Jahren Erzbischof Nikola Eterović. Der Nuntius hat gleichwohl vor kurzem sein 75. Lebensjahr vollendet und musste wie alle Bischöfe dem Papst seinen Rücktritt anbieten. Diese Entscheidung Leos XIV. steht noch aus.