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Der neue Bischof von Münster steht fest. Kirche+Leben sammelt erste Bischofs-Reaktionen auf die Wahl von Heiner Wilmer.
Der stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Michael Gerber, gratuliert dem neuen Münsteraner Bischof Heiner Wilmer. Vor ihm liege eine große Aufgabe, für die er dem Bischof viel Kraft wünsche, schrieb Gerber am Donnerstag laut Mitteilung der Bischofskonferenz.
Der Fuldaer Bischof Michael Gerber erinnerte in dem Schreiben an die doppelte neue Aufgabe, die auf den Ende Februar zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gewählten Wilmer zukomme. „Aber ich bin mir sicher, dass Du mit Perspektive und Geschick, mit Positionierung und klaren Worten, mit dem mutigen Blick nach vorne und dem gleichzeitigen Blick für das Ganze die vor Dir liegenden Aufgaben gut bewältigen wirst“, so Gerber.
Wilmers tiefe geistliche Grundhaltung sei ein großer Schatz, der seinen Weg im Bistum Münster und der Bischofskonferenz entscheidend prägen werde. Er sei den Herausforderungen als Bischof von Hildesheim wie der Bewältigung der Corona-Pandemie und dem Umgang mit sexuellem Missbrauch mit Umsicht und Weitsicht begegnet. „Ich bin mir sicher, dass Du genau mit diesem Blick die Aufgaben angehen wirst“, so Gerber.
Bischöfe Woelki, Bentz und Meier schicken Wünsche nach Münster
Der Kölner Kardinal und Metropolit der Rheinischen Kirchenprovinz, Rainer Maria Woelki, gratulierte Heiner Wilmer auf Anfrage von Kirche+Leben zu seiner Ernennung: „Ich wünsche ihm Gottes reichen Segen für das neue Amt, die Fülle des Heiligen Geistes, Zuversicht und Kraft für alles, was in diesem neuen Dienst vor ihm liegt.“
Auf Facebook schickte der Paderborner Erzbischof Udo Markus Bentz Glückwünsche: „Möge Gottes Geist gerade jetzt besonders wirksam nahe sein für all die Aufgaben, die nun im Umbruch zu bewältigen sind.“ Er freue sich auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Ebenfalls meldete sich Bischof Dominicus Meier aus Münsters Nachbarbistum zu Wort. Er wünsche Wilmer „im Namen des Bistums Osnabrück und auch persönlich alles Gute und Gottes Segen.“ Viel besser könne man die Verbundenheit der beiden Bistümer nicht ausdrücken. Meier freue sich, die „gute Zusammenarbeit über Bistumsgrenzen hinweg fortsetzen zu können und weiter miteinander unterwegs zu sein“.
So reagieren Heße und Overbeck auf die Wahl von Heiner Wilmer
„Mit großer Freude habe ich die Ernennung von Heiner Wilmer zum Bischof von Münster aufgenommen“, erklärte der Hamburger Erzbischof Stefan Heße. Auch er verwies auf die nun doppelte Verantwortung Wilmers. Der Dienst als Vorsitzender der Bischofskonferenz erfordere in dieser Zeit eine besondere Orientierung. „Ich bin überzeugt, dass er beide Aufgaben mit großer Umsicht und klarem Blick wahrnehmen wird“, so Heße, der auch auf das Nachbarbistum Hildesheim blickte, das einen guten Bischof verliere.
Der Bischof von Essen, Franz-Josef Overbeck, zeigt sich überzeugt, dass Wilmer in Münster schnell heimisch werde: „Mit seinem emsländischen Naturell wird er sich im Bistum Münster gewiss schnell zu Hause fühlen. Schließlich liegt sein Elternhaus nur gut 60 Kilometer von seiner neuen Kathedralkirche entfernt.“
So reagiert die Evangelische Kirche von Westfalen
Nicht zuletzt gratulierte die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Adelheid Ruck-Schröder, dem neuen Bischof. Sie schätze Wilmer seit ihrer Zeit als Regionalbischöfin in Hildesheim: „In dieser Zeit hatten wir einen intensiven ökumenischen Austausch. Diesen werden wir mit Sicherheit auch hier in Westfalen weiter pflegen und ausbauen.“ Ruck-Schröder freue sich „ausgesprochen auf das geschwisterliche Miteinander“.