Corona-Hilfsaktion in Rhede: „Wir fahren auch in die hinterste Bauernschaft“

"Helden der Krise": Messdiener beliefern Senioren mit Lebensmitteln

Aufgrund der Corona-Krise startet die Messdienergemeinschaft St. Gudula Rhede unter dem Motto „Rhede2gether“ einen Einkaufsservice für Senioren: „Wir möchten bei uns ein Zeichen der Solidarität und Nächstenliebe setzen“, sagt Ina Terwiel (23), die die Idee gemeinsam mit Max Morsch, Lasse Vehoff, André Laigre und Kaplan Stefan Rosenbaum ins Leben gerufen hat.

Lasse Vehoff, Max Morsch und Ina Terwiel.
Lasse Vehoff, Max Morsch und Ina Terwiel koordinieren die Einkaufsaktion in Rhede. | Foto: privat

„Stündlich melden sich mehr Leute, die mithelfen wollen“, berichtet Ina Terwiel, darunter auch Freunde der Gruppenleiter, die mit der Kirchengemeinde nichts zu tun hätten. Bisher sind es 60 junge Leute ab 14 Jahren, die ab Dienstag mit dem Fahrrad oder Auto für Senioren einkaufen, bei denen eine Selbstversorgung oder eine Versorgung durch Angehörige momentan nicht gewährleistet werden kann: „Wir fahren auch in die hinterste Bauernschaft“, so die 23-Jährige.

Messdiener liefern Lebensmittel gegen Kassenbon

Die Messdiener bieten an, Grundnahrungsmittel, Hygieneartikel und bei Bedarf auch Medikamente im Wert von maximal 30 Euro zu besorgen. „Geliefert wird mit ausreichend Abstand über das Ablegen auf der Türmatte“, sagt Ina Terwiel. „Die Kirche geht in Vorleistung“, erläutert die Messdienerleiterin weiter. Die Bezahlung der Waren erfolge dann im Rahmen der Übergabe zum Einkaufswert, zum Beispiel Kassenbon.

„Wir hoffen dadurch, einen Beitrag in der aktuell heraufordernden Zeit leisten können“, so Terwil.

Alle Senioren in Rhede können den Service in Anspruch nehmen unter der Telefonnummer 0151/43222246, montags bis samstags von 8-12 Uhr und 15-18 Uhr. Der Lieferdienst kann sich entsprechend ausweisen.