Der Ochtruper war schon mehrfach dabei

Helfer beim Katholikentag: Michael Fehlker beherrscht das „geordnete Chaos“

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Der Ochtruper Michael Fehlker ist während des 103. Katholikentags mit 30 weiteren Personen als Helfer eingesetzt – und bekommt Einblicke, die anderen Katholikentagsbesuchern verwehrt bleiben.

Michael Fehlker spricht gerne vom „geordneten Chaos“. „Jeder weiß, welche Aufgabe er oder sie hat, aber von außen ist das nicht immer ersichtlich“, sagt der 29-Jährige über den Backstage-Bereich der zentralen Bühne mitten auf dem Erfurter Domplatz.  

Seit zwölf Jahren sind die Katholikentage für den Ochtruper Fehlker Pflicht – jedes Mal ist der Elektrotechniker als Helfer mit dabei. „Ich packe gerne mit an“, sagt er. „Und wir Helfenden sind eine starke Gemeinschaft, einige sind – wie ich – seit vielen Jahren dabei.“ Während er in Mannheim, Leipzig, Münster und Stuttgart an Veranstaltungsorten und bei den Großgottesdiensten geholfen hat, hält er sich in diesen Tagen hinter der zentralen Dombühne auf. Dort, im Schatten des imposanten Erfurter Domes, fand nicht nur die Eröffnung des Katholikentages am 29. Mai statt, sondern auch der Gottesdienst zu Fronleichnam und zum Abschluss des Großevents sowie teils prominent besetzte Konzerte und andere Kulturveranstaltungen.

Getränke bereitstellen, Bänke trocknen

„Wenn besondere Leute wie Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier kommen – wie bei der Eröffnung –, müssen wir darauf achten, dass bestimmte Sicherheitsvorkehrungen eingehalten werden“, berichtet Fehlker. Der Ochtruper ist zudem zur Stelle, wenn Getränke im hinteren Backstage-Bereich aufgefüllt werden müssen, wenn der Boden im Zelt von Regenwasser befreit werden muss, damit niemand ausrutscht, oder ein großformatiges Gemälde auf der Altarbühne für den Gottesdienst montiert werden muss. „Alles, was anfällt, wird erledigt“, sagt der 29-Jährige, der auch zum Lappen greift, wenn die Bänke auf dem Domplatz vor dem Start der TV-Übertragung des Gottesdienstes noch eben abgeputzt werden müssen. 

„Das Miteinander ist bei Katholikentagen ein ganz Besonderes“, weiß Fehlker aus Erfahrung. Statt wie der Großteil der Helfenden, die auf dem Messegelände untergebracht sind, wohnt der Ochtruper während des Katholikentages in einer Gastfamilie. „Ich habe sie in Taizé kennengelernt und sie haben mich eingeladen, die Tage bei ihnen zu verbringen“, berichtet Fehlker. Die Nähe zu der geistlichen Gemeinschaft und dem Ort in Frankreich verbindet ihn und seine Gastfamilie. Das große Taizé-Gebet im Erfurter Dom war deshalb auch gesetzt für Fehlker. „Eigentlich war ich als Teilnehmer dort, aber irgendwie habe ich dann doch die Dekoration mit angebracht und beim Einlass geholfen“, sagt der 29-Jährige lachend: Er packt eben gerne mit an. 

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