Stand des Gesprächsprozesses im Bistum Münster

Heveling: Bistum führt den Dialog nicht oberlehrerhaft

Positive Ansätze des Dialogprozesses zur Zukunft der Kirche in Deutschland und im Bistum Münster hat die Vorsitzende des Diözesankomitees der Katholiken, Notburga Heveling, gewürdigt. „Es ist an vielen Stellen Dialog entstanden, wo vorher keiner war“, sagte Heveling am Donnerstag (01.09.2016) im Gespräch mit kirchensite.de. Am Donnerstag und Freitag (01./02.09.2016) beleuchtet eine Tagung in Mülheim an der Ruhr den Stand des innerkirchlichen Dialogs.

Die Entwicklung des diözesanen und der lokalen Pastoralpläne sieht Heveling als „unseren Dialogprozess im Bistum“ an. Die Christen in den Pfarreien würden gemeinsam lokale Pastoralpläne erarbeiten, es gebe Austausch zwischen den Gemeinden, Rückmeldungen aus dem Generalvikariat und vieles mehr. Es sei ein Bewusstsein entstanden: „Wir sind gemeinsam unterwegs – und das ist unser gemeinsamer Pastoralplan.“ Heveling würdigte den Prozess als „dialogisch statt oberlehrerhaft“ – auch von Seiten der Bistumsleitung und des Generalvikariats.

„Gemeinsame Verantwortung“ von Amtsträgern und Laien

Die Vorsitzende des obersten Laiengremiums im Bistum forderte, Dialog müsse in der Kirche „zum Grundprinzip werden“. Es müsse selbstverständlich werden, dass „Laien und Amtsträger gemeinsam Verantwortung tragen – auch auf Bistumsebene“. Zwar würden letztlich die Bischöfe die Entscheidungen treffen. Diese müssten aber auf einem „gemeinsamen Weg der Teilhabe“ vorbereitet werden.

Heveling lobte, der Dialogprozess habe – auch bei den Bischöfen – zu einer besseren Wahrnehmung der Realität innerhalb und außerhalb der Kirche geführt. „Wir haben uns ein Stück aus der kirchlichen Binnenfixierung gelöst“, sagte Heveling, die selbst an den bundesweiten Gesprächsforen des Dialogprozesses teilgenommen hatte und auch die Tagung in dieser Woche in Mülheim besucht.