KAB-Ferienwochen im Könzgenhaus in Haltern

Hier können Familien ausspannen und die Seele baumeln lassen

„Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah.“ Dieses an Goethe angelehnte Sprichwort haben zehn Familien aus dem Münsterland und dem Ruhrgebiet bedacht, als sie sich zu einer zweiwöchigen Ferienfreizeit im Könzgenhaus in Haltern angemeldet haben.

Zusammen mit den Jugendlichen, die sich um die Kinderbetreuung kümmern, sind es zusammen 50 Kinder und Erwachsene, die in diesen Tagen in der Bildungsstätte der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) erholsame Ferientage verbringen.

„Ein Angebot für die ganze Familie“

„Es ist ein Angebot für die ganze Familie“, sagt Annette Seier, Mitorganisatorin der Freizeit und stellvertretende Geschäftsführerin des Könzgenhauses. Gerade in diesem Jahr mit den Beschränkungen durch die Corona-Pandemie sei es wichtig, unbeschwerte Ferienwochen zu genießen.

„Für viele ist die lang ersehnte Auszeit mit der Familie durch Corona einfach ausgefallen. Für andere ist ein erholsamer Familienurlaub aus finanziellen Gründen auch im Normalzustand ohne Pandemie nicht möglich“, sagt Seier. Daher habe sich die Bildungsstätte dazu entschlossen, auch in diesen Sommerferien ein kostengünstiges Ferienangebot anzubieten. „Dabei werden natürlich die vorgeschriebenen Hygiene- und Schutzmaßnahmen beachtet“, sagt Seier.

Betreuung für Kinder und Jugendliche

Für die Familien heißt das Erholung, Gemeinschaft, Austausch, Spiel und Spaß untereinander und mit anderen Familien. Und neben den gemeinsamen Erlebnissen können Eltern wie Kinder auch einfach mal für sich sein. „In der Regel werden die Kinder und Jugendlichen in den verschiedenen Altersgruppen vormittags von unserem erfahrenen Kinderbetreuer-Team begleitet, sodass die Eltern in dieser Zeit selbst ihre Freizeit gestalten können“, sagt Seier.

Ausflüge, Spiel-Aktionen, Nachtwanderungen und Kreativangebote sowie gemeinsames Grillen - beim zweiwöchigen Urlaub im Könzgenhaus kommen alle auf ihre Kosten. Die Bildungsstätte verfügt über eine Kegelbahn, Gruppenräume, Tischkicker, einen eigenen Kindergarten mit Spielplatz, Kaminzimmer und Bierstube. Daneben gibt es in der hauseigenen Kapelle Angebote der Besinnung und Gottesdienste. Nicht zuletzt lädt die schöne Umgebung des Hauses auf dem idyllisch gelegenen Annaberg zum Wandern und Radfahren ein.

Teilnehmer schätzen Gemeinschaft der Familien

„Die Freizeitangebote des Hauses sind optimal. Es kommt keine Langeweile auf. Hier kann ich mich richtig erholen“, sagt Jenny Koop aus Rheine, die mit zwei Kindern gekommen ist und schon zum vierten Mal eine Ferienfreizeit im KAB-Haus mitmacht.

Uschi Pelmer aus Bocholt schätzt die Gemeinschaft der Familien, die in diesen Tagen entsteht. Sie verbringt seit 40 Jahren regelmäßig Sommerferien im Könzgenhaus. „1971 war ich das erste Mal als Kind dabei. Es waren immer tolle Wochen“, sagt sie. Heute ist die fünffache Mutter mit ihrem jüngsten Sohn in Haltern, der 18 Jahre alt ist, in diesen Tagen als Kinderbetreuer fungiert und ebenfalls die ungezwungene Gemeinschaft schätzt. „Zwei Wochen in Haltern, das hat für unsere Familie Tradition“, sagt Uschi Pelmer, die sich auch darüber freut, wenn neue Familien diese Art der Ferien für sich entdecken.

Teilnehmerin: Sozialkompetenz der Kinder wird gestärkt

Zum sechsten Mal dabei ist Heike Leuders aus Gronau-Epe. Mit ihrem Mann und den beiden acht- und zehnjährigen Kindern schätzt sie die Ruhe und die angenehme Atmosphäre. „Unsere Kinder werden gut betreut, sodass jeder Zeit für sich hat“, sagt sie. Besonders schätzt sie an dieser Art von Ferienfreizeit, dass die Sozialkompetenz der Kinder gestärkt wird. „Die Kinder lernen wertvolle Dinge. Abends gibt es Vorführungen der Kinder über das, was sie sich tagsüber ausgedacht haben. Es ist insgesamt eine runde Sache für unsere Familie.“

Die erste Familienfreizeit endet am 11. Juli. Am 18. Juli startet die zweite Gruppe, die dann bis zum 1. August im Könzgenhaus sein wird. Für diese Zeit gibt es noch Platz für eine Familie. Ob im August spontan noch eine dritte Familienfreizeit eingerichtet werden kann, hängt von der Nachfrage ab und von den Möglichkeiten, wie die Kinderbetreuung und die Gruppenangebote organisiert werden können, sagt Annette Seier.

Finanzielle Unterstützung möglich

Die Kosten für eine zweiwöchige Freizeit mit Vollverpflegung (Frühstück, Mittag- und Abendessen) sind nach dem Einkommen der Familien gestaffelt. Im unteren Einkommensbereich liegt der Preis für eine vierköpfige Familie bei rund 1.000 Euro. Eine Familie, die Arbeitslosengeld II bezieht, zahlt 850 Euro. „Unser Haus unterstützt und fördert das Ferienprogramm für diejenigen, denen es finanziell nicht so gut geht. Andere zahlen den vollen Preis. Das hat gute Tradition bei der KAB“, sagt Annette Seier. Wer sich für das Angebot des Hauses interessiert, kann sich unter www.koenzgenhaus.de informieren.