Coming soon: Login KLup

Professor der Universität Münster über Unabhängigkeit, Akteneinsicht und Lücken im System

Historiker Großbölting zur Studie über Missbrauch im Bistum Münster

Professor Thomas Großbölting.
Missbrauchs-Studie im Auftrag des Bistums Münster: Erste Erkenntnisse äußerte Professor Thomas Großbölting im Interview mit Kirche+Leben. Video: Michael Bönte
Historiker Thomas Großbölting

Missbrauchs-Studie im Auftrag des Bistums Münster: Über erste Erkenntnisse und Lücken in den Personalakten der Täter und Beschuldigten sprach Teamleiter Professor Thomas Großbölting im Interview mit Kirche+Leben.

Seit September 2019 erforscht ein unabhängiges Team der Universität Münster im Auftrag des Bistums Münster die Fälle von sexuellem Missbrauch in der Diözese seit 1945. Wer waren die Täter? Was wurde verstuscht? Wer wusste was? Welche strukturellen Momente begünstigten die Missbrauchsfälle? Wie reagierten Verantwortliche? Gab es Reaktionen in den Gemeinden? Diesen Fragen will die Studie nachgehen.

Über erste Erkenntnisse und Lücken in den Personalakten der Täter und Beschuldigten sowie über die Unabhängigkeit ihrer Recherchen sprach Teamleiter Professor Thomas Großbölting mit Christof Haverkamp, Chefredakteur von Kirche+Leben.

Missbrauchs-Betroffene und Personen, die von Fällen in den Jahren 1945 bis 2018 erfahren haben, können sich an die Wissenschaftler wenden.

Betroffene von sexuellem Missbrauch im Bistum Münster können sich bei den unabhängigen Ansprechpersonen für Missbrauchsverfahren melden, bei Bernadette Böcker-Kock (Tel. 0151-63404738) und Bardo Schaffner (Tel. 0151-43816695).

Zudem bietet die Selbsthilfegruppe von Missbrauchs-Betroffenen in Rhede auf ihrer Internetseite Unterstützung an – zum Beispiel Gespräche und Hilfe bei der Gründung eigener regionaler Selbsthilfegruppen.

Drucken
Anzeige
Anzeige
  • Kampanile - Medieagentur