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Homosexualität: Gänswein kritisiert bekanntes Zitat von Papst Franziskus

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„Wer bin ich, über sie zu urteilen?“ – dieser Satz von Papst Franziskus über homosexuelle Menschen machte Schlagzeilen. Wie Gänswein ihn beurteilt.

Von KNA

Erzbischof Georg Gänswein hat den berühmten Ausspruch von Papst Franziskus über Homosexuelle im Rückblick kritisiert. Franziskus hatte im Juli 2013 vor Journalisten gesagt: „Wenn jemand schwul ist und guten Glaubens den Herrn sucht – wer bin ich, über ihn zu urteilen?“ Dieser Satz sei „aus dem Mund eines Papstes zumindest verwunderlich“, sagt Gänswein nun der italienischen Tageszeitung „La Repubblica“.

Das Gespräch mit Gänswein, inzwischen Papst-Botschafter im Baltikum, wurde aus Anlass des ersten Todestags von Papst Franziskus am 21. April geführt.

Gab es Spannungen zwischen Franziskus und Benedikt XVI.?

Im Interview präzisiert Gänswein frühere eigene Andeutungen über Spannungen zwischen dem damals emeritierten Papst Benedikt XVI., dessen Sekretär er lange war, und dessen Nachfolger Franziskus. Gänswein dementiert, dass seinerzeit zahlreiche konservative Kirchenleute zum Ex-Papst gepilgert seien, um sich bei ihm auszusprechen.

Auch habe Benedikt XVI. nie die Einschränkungen der alten lateinischen Messe durch seinen Nachfolger kritisiert. Zwar sei dem emeritierten Papst „das Herz schwer geworden“, als er davon erfuhr, doch gesagt habe Benedikt nichts dazu. Die Verschiedenheit von Papst und Ex-Papst sehe er rückblickend als eine Ergänzung und Bereicherung, so Gänswein.

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