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Der Aachener Bistumsleiter besuchte die Einsatzkräfte in der Eifel. Welche Schlüsse er für Klima und Gesellschaft aus der Begegnung zieht.
Den Aachener Bischof Helmut Dieser haben die Rettungskräfte im brennenden Hürtgenwald schwer beeindruckt. „Die Feuerwehren, auch die freiwilligen, kann man kaum genug loben. Die waren teilweise stundenlang vor Ort. Und die Leute maulen nicht, sie waren hochmotiviert“, sagte der Bischof der Katholischen Nachrichten-Agentur. „Was diese Leute leisten für das Gemeinwohl, das ist enorm. Immer bereit sein, alles stehen und liegen zu lassen und einen so professionellen Job zu machen. Ganz hervorragend.“
Der Bischof war am Samstag rund zwei Stunden mit der Feuerwehr in der Brandzone im Hürtgenwald. Er dankte den Hilfskräften und sprach in den Schalt- und Lagezentren mit Politikern und Vertretern der Bundeswehr.
Dieser lobt funktionierenden Staat
„Es wird ja viel darüber geredet, dass der Staat nicht mehr funktioniert. Im Hürtgenwald habe ich genau das Gegenteil erlebt“, sagte Dieser. Das sei auch eine wichtige Erfahrung für die Bevölkerung. „Im Hürtgenwald war das ganze Land für die Menschen da. Sie haben gemerkt: Wir sind nicht uns selbst überlassen, wir sind nicht abgehängt.“
Der Bischof sprach sich überdies für mehr Bewusstseinsbildung aus. „Es gibt diese Klimaveränderungen und wir sollten alle die Ratschläge beherzigen, die uns gegeben werden. Zum Beispiel, dass wir Wälder in solchen Extremsituationen meiden müssen. Es ist staubtrocken, ein kleiner Funke genügt.“
Skeptisch über Grundgesetz-Vorschlag
Zu einem möglichen Aktionsprogramm gegen Hitze und einer damit verbundenen Grundgesetzänderung äußerte er sich zurückhaltend. „Das Grundgesetz ist Grundlage unseres Gemeinwesens. Ob es nötig ist, dort Veränderungen zu verankern – da bin ich eher skeptisch. Zumal auf anderen Ebenen noch vieles regelbar wäre, was uns weiterhilft“, sagte Dieser.