Jugendgebetsabend mit Bischof Genn in Münster

In der Jugendkirche „effata“ hinterfragen 120 Firmlinge ihre Erwartungen

Passend zum Advent drehte sich beim jüngsten Jugendgebetsabend mit Bischof Felix Genn alles um die Erwartung. Rund 120 Jugendliche aus Münster, Olfen, Lembeck-Rhade, Ostbevern und Neuenkirchen hinterfragten ihre eigenen Erwartungen in der Jugendkirche „effata“ in Münster.

Mit den Begriffen Druck, Leistung, Pflichten sowie Verantwortung, Hoffnung und Zukunft antworteten die Jugendlichen per Handy auf die Frage, was sie mit dem Begriff Erwartung verbinden. Den Bischof berührten die Antworten: „Was bedeutet es, schon in eurem Alter unter Druck zu stehen? Wie geht ihr mit Erwartungen um, die andere an euch stellen?“

Erwartungen an den Klimaschutz

Erwartungen können enttäuscht werden, sagte Genn. Beispielsweise hänge Liebeskummer, wie er im Alter der Firmlinge vorkommen könne, mit enttäuschten Erwartungen zusammen. „Und es gibt große Erwartungen“, sagte der Bischof. Er nannte die Bewegung für den Klimaschutz, „Fridays for future“, als Beispiel.

Damit seien große Erwartungen für eine bessere Welt verbunden. „Ich wünsche euch, dass euch diese Erwartungen motivieren und antreiben, euch für den Klimaschutz einzusetzen“, ermutigte Genn.

Genn: Jesus hat mich noch nie enttäuscht

An Weihnachten feiern die Menschen, dass Gott Mensch werde. „Er möchte uns nahe sein und macht uns dieses Geschenk, ohne Erwartungen und Vorbedingungen an uns zu stellen“, betonte der Bischof, bevor er auf seine ganz persönlichen Erwartungen einging und zugab: „Ich erwarte von Jesus mehr, als ein Wort es ausdrücken kann. Enttäuscht hat er mich noch nie.“

Die Jugendlichen schrieben anschließend auf, wo sie Gottes Nähe in ihrem Leben brauchen, wo sie Hilfe von Gott brauchen. Ihre Erwartungen fanden einen Platz in einer Krippe, die vorne aufgebaut war.