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Franziskus: Die wahre Pforte der Barmherzigkeit bleibt offen

In Rom und Münster: Heiliges Jahr der Barmherzigkeit beendet

In Rom hat Papst Franziskus die Heilige Pforte der Barmherzigkeit geschlossen und somit das Heilige Jahr offiziell beendet. In Münster feierte Bischof Felix Genn eine Messe zum Abschluss des Heiligen Jahrs.

Papst Franziskus hat vor Egoismus gewarnt und die Menschen zu mehr Nächstenliebe aufgefordert. Jeder solle sich täglich fragen: „Was verlangt die Liebe von mir, wohin drängt sie mich? Welche Antwort gebe ich Jesus mit meinem Leben?“, sagte das Kirchenoberhaupt am Sonntag auf dem Petersplatz. Bei der Messe zum Abschluss des Heiligen Jahres rief er vor Zehntausenden Zuhörern dazu auf, gemeinsam den Weg der Barmherzigkeit weiterzugehen.

Zu Beginn der Feier hatte der Papst die Heilige Pforte im Petersdom wieder verschlossen. Die „wahre Pforte der Barmherzigkeit, das Herz Christi“, stehe jedoch weiter offen, betonte Franziskus. Der Papst mahnte, nie „die Türen der Versöhnung und der Vergebung zu verschließen, sondern stets über das Böse und die Divergenzen“ hinauszugehen.

Eine der größten Versuchungen sei Egoismus, sagte der Papst. Den Aufruf „Hilf dir selbst!“ bezeichnete er als „furchtbarste Versuchung“ des Evangeliums. Auch den Versuchungen von Macht und Erfolg müsse widerstanden werden. Das Heilige Jahr der Barmherzigkeit habe auch dazu beitragen sollen, „die Mitte wiederzuentdecken, zum Wesentlichen zurückzukehren“.

„Gehen wir durch die Pforte in die Welt“

Zum letzten Mal betete Bischof Felix Genn an der symbolischen Pforte der Barmherzigkeit am St.-Paulus-Dom. | Foto: Karl Tovar (pbm)
Zum letzten Mal betete Bischof Felix Genn an der symbolischen Pforte der Barmherzigkeit am St.-Paulus-Dom. | Foto: Karl Tovar (pbm)

Als Beschenkter geht Bischof Felix Genn aus dem Jahr der Barmherzigkeit. Im Rahmen einer Heiligen Messe zu diesem Anlass im St.-Paulus-Dom Münster schritt der Bischof zum letzten Mal feierlich durch die Pforte der Barmherzigkeit, die als Symbol des Heiligen Jahres am Seiteneingang des Doms errichtet worden war.

„Die Tür der Barmherzigkeit wird geschlossen, aber wir gehen weiter, weil uns die Botschaft weiter begleiten kann“, sagte der Bischof abschließend, „gehen wir durch die Pforte in die Welt“.

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