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Im Mai verlor der Exzellenzcluster „Religion und Politik“ seine Förderung. Warum es jetzt trotzdem gute Nachrichten aus Berlin gibt.
Der Bund will ein neues Institut für multidisziplinäre Religionsforschung (ImRe) an der Universität Münster fördern. Nach einem Beschluss des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages stehen für den Aufbau und die Zwischenfinanzierung der Forschungseinrichtung von 2026 bis 2028 insgesamt acht Millionen Euro zur Verfügung.
Das geht aus einer Pressemitteilung der SPD-Bundestagsabgeordneten und ehemaligen Entwicklungshilfeministerin Svenja Schulze vom Freitag hervor.
Die Bundesförderung soll die Religionsforschung des Exzellenzclusters „Religion und Politik“ absichern. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hatte im Mai mitgeteilt, dass der Forschungsverbund keine weitere Förderung erhält. Seit 2007 flossen etwa 112 Millionen Euro in den Exzellenzcluster, der seine Arbeit noch bis 2027 fortsetzt.
Aufnahme in Leibniz-Gemeinschaft
Das neue ImRe soll zunächst drei Jahre lang gefördert werden. Ziel ist die Aufnahme des Instituts in die Leibniz-Gemeinschaft, einen Zusammenschluss außeruniversitärer Forschungseinrichtungen in Deutschland. Dafür muss das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen dem Bundestag bis Ende Juni 2026 ein Konzept vorlegen. Unter den derzeit 96 Instituten der Leibniz -Gemeinschaft befasst sich bisher keines mit der Religionsforschung.