SOLDATENGOTTESDIENST

Hamers an Soldaten: Ihr Dienst trägt zu Sicherheit und Frieden bei

Anzeige

Nicht nur aktuell im Nahen Osten zeigt sich: Die Welt ist kriegerisch. Worum Münsters Diözesan-Administrator die Soldaten daher bittet.

Von jjo, pbm

Die Botschaft der Kirche gelte dem Frieden – dieser müsse aber auch verteidigt werden. Daran hat Diözesan-Administrator Antonius Hamers bei einem internationalen Soldatengottesdienst im Dom in Münster erinnert. „Ihr Dienst an der Waffe ist ein Beitrag zu unserer Sicherheit und unserem Frieden“, sagte Hamers laut Bischöflicher Pressestelle den Soldatinnen und Soldaten. Der Gottesdienst solle Respekt für deren Dienst ausdrücken.

Zugleich sei jeder Krieg von ungerechter Gewalt und vielen Opfer begleitet, so der Übergangsleiter des Bistums Münster. Ohne den Iran zu nennen, der seit Samstag in einer kriegerischen Auseinandersetzung mit Israel liegt, sagte Hamers, die aktuelle Weltlage mache deutlich, wie heuchlerisch Religion sein könne, wenn Religionsführer ein Volk knebeln, die Freiheit unterdrücken, Gewalt ausüben und hervorrufen.

Hamers: Aus dem Friedensgebet muss Handeln werden

Es komme auf jene Menschen an, die aus dem Glauben heraus das Gute für Freiheit, Menschenwürde und Sicherheit tun: „Nur Völkerverständigung und Multilateralismus schaffen Frieden.“ Aus dem Gottesdienst und Gebet für den Frieden müsse Handeln im Alltag wachsen.

Zum Gottesdienst eingeladen hatte die Katholische Militärseelsorge die im Bistum Münster und im Umland stationierten Soldatinnen und Soldaten, Polizistinnen und Polizisten sowie zivile Mitarbeitende der Streitkräfte. Der Einladung folgten britische, niederländische, französische, norwegische, amerikanische, italienische, spanische, griechische und deutsche Teilnehmer.

Ein Soldat über Frieden

Mit Hamers zelebrierten den Gottesdienst mehrere leitende Militärgeistliche und Militärpfarrer. Das Luftwaffenmusikcorps Münster gestaltete ihn musikalisch.

Am Rande des Gottesdienstes erläuterte Stabsfeldwebel Markus Hommers aus Mönchengladbach, was für ihn Frieden sei. „Frieden bedeutet, in der eigenen Würde und Selbstbestimmung so frei zu sein, dass ich mir keine Sorgen machen muss, meine Meinung frei zu äußern und meinen Lebensstil zu verwirklichen“, sagte Hommers den Angaben zufolge.

Für diesen Frieden stehe er als Soldat ein: „Unser Beitrag zur Sicherheit besteht darin, dass wir dem Gegenüber zeigen, dass wir ebenbürtig sind.“ Dadurch werde die Gegenseite „in einen Diskurs, in eine verbale Auseinandersetzung“ gezwungen.

Anzeige

Komplet - der Abend-Newsletter von Kirche+Leben

JETZT KOSTENLOS ANMELDEN



Mit Ihrer Anmeldung nehmen Sie die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis.