POLITIK

Zentralrat der Juden distanziert sich von israelischem Minister

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Israels rechtsextremer Minister wirbt für Massentötungen im Gazastreifen. Das sorgt international für Entsetzen – auch bei Juden in Deutschland.

Von KNA

Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat die Äußerungen des rechtsextremen israelischen Ministers Itamar Ben-Gvir zu Massentötungen von Palästinensern scharf kritisiert. „Ben-Gvirs menschenverachtende Aussagen stehen diametral zu jüdischen Werten und schaden Israels Ansehen“, sagte der Präsident des Zentralrats, Josef Schuster, am Dienstag, 18. August, der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) auf Anfrage. Er distanziere sich ausdrücklich.

Der israelische Minister für nationale Sicherheit hatte sich für gezielte Tötungen von Palästinensern im Gazastreifen ausgesprochen. Man solle dort jede Nacht 30 bis 40 töten. Außerdem hatte Ben-Gvir gesagt, es gebe im Gazastreifen Menschen, die es nicht verdienten zu leben und die „nicht einmal Menschen“ seien. Weiter warb er für einen Bevölkerungsaustausch in dem Küstenstreifen.

„Das Verhalten von Itamar Ben-Gvir ist zutiefst beschämend und verantwortungslos“, sagte Zentralratspräsident Schuster. „Es veranschaulicht die Gefahr, die von rechtsradikalen Kräften ausgeht.“

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