Anzeige
Mitte Juli legte der Ahauser CDU-Politiker den Fraktionsvorsitz nieder. Jetzt zieht er auch auf der regionalen Ebene Konsequenzen.
Nach seinem Rücktritt als Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion gibt Jens Spahn ein weiteres Amt ab. „Ich habe mich entschieden, nicht erneut für den Vorsitz der CDU Münsterland zu kandidieren“, sagte der Ahauser Politiker den „Westfälischen Nachrichten“.
Hintergrund ist offenbar auch in diesem Fall die Debatte über Spahns Inanspruchnahme einer Leihmutter. Noch im Juli hatte er seine erneute Kandidatur für den Vorsitz des Bezirksverbands angekündigt. Der frühere Bundesgesundheitsminister hatte das Amt im Oktober 2024 von Karl-Josef Laumann (CDU) übernommen.
Mögliche Nachfolgerin
Als mögliche Nachfolgerin gilt Nordrhein-Westfalens Bildungsministerin Dorothee Feller (CDU). Die gebürtige Dorstenerin bestätigte ihre Kandidatur gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. „Ja, das trifft zu“, sagte Feller. Der Zuspruch aus der Region bewege sie. Die Entscheidung werde jedoch erst beim kommenden Bezirksparteitag Mitte September fallen.
Feller ist bereits Beisitzerin im Bezirksvorstand der CDU Münsterland und stellvertretende Kreisvorsitzende der CDU Münster. Sie stammt aus einem katholischen Elternhaus. Religiöse Bildung und Wertevermittlung seien angesichts der Krisen in der Welt wichtig, sagte Feller dem Onlinemagazin „Bildungsklick“.