Margot Spielmann-Preis 2020 zeichnet drei Projektgruppen und eine Facharbeit aus

Jugendliche aus Reken erhalten Geschichtspreis des Jüdischen Museums

  • Drei Projekte und eine Facharbeit werden mit dem Jugendgeschichtspreis des Jüdischen Museums in Westfalen ausgezeichnet.
  • Margot Spielmann-Preisträger 2020 sind eine Schulklasse aus Gelsenkirchen, drei Schülerinnen aus Dortmund, eine Arbeitsgruppe aus der freien Jugendarbeit in Reken und eine Gymnasiastin aus Reken.
  • Der Preis ist nach der 1926 in Gelsenkirchen geborenen jüdischen Schülerin Margot Spielmann benannt, die auf der Flucht nach Frankreich 1942 mit ihren Eltern verhaftet wurde.
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Drei Projekte und eine Facharbeit werden mit dem Jugendgeschichtspreis des Jüdischen Museums in Westfalen ausgezeichnet. Den Margot Spielmann-Preis 2020 erhalten die Klasse einer Gelsenkirchener Gesamtschule, drei Schülerinnen eines Dortmunder Gymnasiums und eine Arbeitsgruppe aus der freien Jugendarbeit in Reken, wie das Museum am Montag in Dorsten mitteilte. Die Rekener Gymnasiastin Annika Christin Otto bekommt die Auszeichnung für ihre Facharbeit über Medizinverbrechen in der NS-Zeit. Der Preis wird seit 2008 ausgeschrieben.

Die Klasse 7.2 der Gesamtschule Berger Feld in Gelsenkirchen hat laut Angaben Geld für einen Stolperstein des in Auschwitz ermordeten Walter Hes gesammelt. Der Stolperstein wurde im vergangenen Sommer verlegt. Die drei Schülerinnen Annika Jemima Franke, Noa Horstmann und Lily Jo Warner-Zeising vom Dortmunder Käthe-Kollwitz-Gymnasium beschäftigten sich mit Antisemitismus in Dortmund und präsentierten ihre Ergebnisse in einem einstündigen Radiobeitrag. Das Filmprojekt „Ein Fleck in der Geschichte“ stammt von einer freiwilligen Arbeitsgruppe aus dem Jugendzentrum AREA48734 in Reken.

Der Margot Spielmann-Preis

Der Preis ist nach der 1926 in Gelsenkirchen geborenen jüdischen Schülerin Margot Spielmann benannt, die auf der Flucht nach Frankreich 1942 mit ihren Eltern verhaftet wurde. Das schwer zuckerkranke Mädchen erlitt einen Schock und kam in ein Krankenhaus im elsässischen Mülhausen, wo es vermutlich im Spätherbst 1942 starb. Für den Preis können Oberstufenschüler aus NRW Facharbeiten zur jüdischen Geschichte, Religion, Literatur und Gegenwart sowie zur NS-Geschichte einreichen.

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