Unterwegs auf dem Friedensweg

Jugendliche pilgern ökumenisch zwischen Osnabrück und Münster

Unter dem Motto „Einfach frei“ laden im Jahr des Reformationsgedenkens das Bistum Münster, das Evangelische Schulreferat der Kirchenkreise Steinfurt-Coesfeld-Borken und Tecklenburg und die Jugendbildungsstätte Tecklenburg zu einer ökumenischen Pilgerwanderung für Jugendliche ein.

Firmlinge, Konfirmandinnen und Konfirmanden, evangelische und katholische Schüler ab der 8. Klasse können sich dazu als Gruppe, aber auch individuell anmelden.

Drei Tage unterwegs

Tage religiöser Orientierung haben an vielen Schulen des Münsterlandes eine gute ökumenische Tradition. Das Projekt „Gemeinsam mit anderen den Kopf frei bekommen“ verbindet Tage der Orientierung und Pilgererfahrungen.

Die Gruppen starten am Sonntag, 1. Oktober, oder Montag, 2. Oktober. Sie werden drei Tage zwischen Osnabrück und Münster auf dem Friedensweg unterwegs sein. Endpunkt ist die Apostelkirche in Münster. Größere Gruppen werden bei Bedarf geteilt.

Erster gesamteuropäischer Friedensvertrag

Zwischen 1643 und 1648 wurde in Münster und Osnabrück über ein Ende des Dreißigjährigen Krieges verhandelt. Um eine zuverlässige Nachrichtenverbindung zwischen beiden Städten zu garantieren, wurde eine Reichspostlinie eingerichtet, auf der „Friedensreiter“ mit Nachrichten und Botschaften hin und her ritten. Der Erfolg ist bekannt: Am Ende der schwierigen Verhandlungen zwischen den Kriegsparteien stand der Westfälische Friede von 1648, der erste gesamteuropäische Friedensvertrag.

Die Kosten für die Wanderung liegen pro Person bei 40 Euro. Im Jahr 2018 wird das Projekt auf dem Ludgerusweg Richtung Münster fortgesetzt.

Informationen und Anmeldung bei der Jugendbildungsstätte, Manfred Kubiczek, Telefon 05482/68133, E-Mail kubiczek@jubi-te.de.