Mitgliederwerbung der Frauengemeinschaft lief von 2014 bis 2017

Kampagne bringt KFD 32.500 neue Mitglieder

Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (KFD) sieht mit ihrer dreijährigen Werbekampagne das Selbstbewusstsein von Frauen in der Kirche gestärkt. Die Kampagne habe rund 32.500 neue Mitglieder gebracht, sagte die stellvertretende KFD-Bundesvorsitzende Agnes Wuckelt in Mainz bei der Vorstellung von Forschungsergebnissen zu der von 2014 bis 2017 laufenden Aktion. Zugleich sei das Verbandsbewusstsein gestärkt und ein Motivationsschub auf allen Ebenen der KFD ausgelöst worden. Ertrag sei die Erkenntnis: „Wir Frauen können etwas verändern“, sagte Wuckelt und fügte hinzu: „Frauen, worauf wartet ihr, macht!“

Die Mitgliederwerbekampagne stand unter dem Titel „Frauen.Macht.Zukunft“. Sie war gestartet worden, lange bevor die Ergebnisse der Missbrauchsstudie im September 2018 die katholische Kirche in Deutschland erschütterten und die Diskussion um Reformen Fahrt aufnahm.

Studie: KFD-Frauen sind kirchenskeptisch

Der kfd-Bundesverband hatte die Kampagne vom Lehrstuhl für Religionspädagogik der Universität Würzburg erforschen lassen. Dieser führte Einzelinterviews mit „Werberinnen“ der KFD und Gruppeninterviews mit Mitgliedern von KFD-Diözesanvorständen. Zudem hätten rund 5.000 KFD-Mitglieder zwischen 17 und 103 Jahren einen Fragebogen ausgefüllt.

Die Bundesvorsitzende des Verbandes, Mechthild Heil, sagte, die Studie habe bestätigt, dass die KFD ein „bedeutsamer Ort“ innerhalb der Kirche sei, um den eigenen Glauben zu leben. Lea Wixler, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Würzburger Lehrstuhl, wies allerdings auch auf erhebliche Kirchenskepsis hin. Der Aussage, dass „Kirche offen für Änderungen und Neuerungen“ sei, hätten nur zehn Prozent der 5.000 Befragten zugestimmt.

Mitgliederschwund trotz erfolgreicher Kampagne

Auch die KFD leidet generell unter einem Mitgliederschwund. Aktuell habe die Gemeinschaft bundesweit inklusive der rund 32.000 neugewonnenen Frauen etwa 450.000 Mitglieder, sagte KFD-Bundesgeschäftsführerin Brigitte Vielhaus auf Anfrage. Vor wenigen Jahren waren es demnach noch rund 500.000.