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Aus dem Biologie- und Deutsch-Studium ins Kloster

Kapuziner Jens Kusenberg wird in Münster zum Priester geweiht

Kapuzinerbruder Jens Kusenberg wird am 6. September von Bischof Felix Genn in Münster zum Priester geweiht. Mit seinen 38 Jahren hat er einen ereignisreichen Weg der Entscheidungsfindung hinter sich.

Biologie- und Deutschlehrer wollte Jens Kusenberg werden. Es kam anders: Am 6. September wird der 39-jährigen Kapuziner aus Oberhausen-Osterfeld von Bischof Felix Genn im münsterschen Paulusdom zum Priester geweiht. "Kirche-und-Leben.de" wird den Weihegottesdienst live übertragen. Drei Wochen später feiert er seine Heimatprimiz in St. Marien in Oberhausen-Rothebusch. Ab Oktober wird er dann als Kaplan ins Kapuzinerkloster in München wechseln.

Eigentlich war seine Weihe schon im Mai geplant, aber dann kam die Corona-Krise, und der Termin wurde in den Herbst verlegt. Mit Blick auf seine lange Ausbildung zuvor war das nur eine kleine Verschiebung. Der eigentliche Weg begann schon viel früher, während seines Lehramtsstudiums der Biologie, Germanistik und katholische Theologie. „Denn bereits in dieser Zeit an der Universität Essen kam in mir die Frage nach meinem zukünftigen Beruf auf.“ Er habe nach radikaleren Lebensformen gesucht, sagt er. Dafür beschäftigte er sich mit der Bibel und der Spiritualität verschiedener Ordensgemeinschaft. „Besonders der heilige Franz von Assisi sprach mich an.“ Und so entschloss er sich, bei den Kapuzinern einzutreten, nachdem er seine zweijährige Referendariatszeit mit dem Zweiten Staatsexamen beendet hatte.

Kloster statt Gymnasium

Er ging also nicht als Lehrer ans Gymnasium, sondern als Novize in unterschiedliche Klöster, darunter auch das in Münster. Dort studierte an der ordenseigenen Hochschule, seine Magisterarbeit schrieb er über den Autor und Trappistenmönch Thomas Merton, der sich mit Meditation und stillem Gebet auseinandersetze. Nach dem Ende des Theologiestudiums ging Bruder Jens acht Monate in den Norden Albaniens. „Ich wollte dort in sozialen und pastoralen Projekten arbeiten.“

Nach neun Jahren entschied sich Bruder Jens 2019 mit den ewigen Gelübden endgültig für ein Leben im Kapuzinerorden. Weitere Erfahrung in der Seelsorge sammelte er anschließend in Frankfurt. Als die Coronakrise viele Aktivitäten einschränkte, übernahmen er und weitere Mitbrüder den Dienst im Franziskustreff des Kapuzinerklosters Frankfurt. Dort war wer auch Ansprechpartner für jugendliche Strafgefangene und für die Justizbeamten in der Justizvollzugsanstalt Heinsberg.

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