ZUKUNFT DER KIRCHE

Schweizer Kapuziner schließen sich der deutschen Ordensprovinz an

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Auch der franziskanische Bettelorden leidet an sinkenden Mitgliederzahlen. Was ein Sonderkapitel in Luzern deshalb beschloss.

Von KNA

Die Schweizer Kapuzinerprovinz schließt sich der Deutschen Kapuzinerprovinz an. Wie kath.ch am Freitag berichtet, beschlossen das die Ordensmitglieder bei einem Sonderkapitel in Luzern. Grund sind sinkende Mitgliederzahlen und Strukturvereinfachungen.

Zur Schweizer Provinz gehören derzeit rund 75 Brüder in acht Klöstern. Durch den Anschluss an die deutsche Provinz sollen Synergien genutzt und Strukturen verschlankt werden.

Kapuziner: „Zeit der großen Orden vorbei“

Der Kapuziner Willi Anderau sagte gegenüber kath.ch, im Alltag der Schweizer Kapuziner werde sich durch den Zusammenschluss nichts ändern. Die Schweizer Provinz verliere jedoch einen Teil ihrer Eigenständigkeit. Klosterschließungen seien derzeit nicht geplant.

Die Neuordnung sei vor allem Folge des starken Rückgangs der Ordensmitglieder. „Als ich 1966 bei den Kapuzinern eingetreten bin, gab es noch 800 Kapuzinermönche in der Schweiz“, sagte Anderau. „Die Zeit der großen Orden in Europa scheint vorbei.“

Ähnliche Entwicklungen gibt es nach Ordensangaben auch in Österreich, Belgien und den Niederlanden. Weltweit gehören dem Kapuzinerorden mehr als 10.000 Brüder an. Die Kapuziner sind Teil der franziskanischen Ordensfamilie um den heiligen Franz von Assisi.

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