Berliner Bischof Dröge: Angela Merkel hält den Kontinent zusammen

Kardinal Marx gratuliert Merkel zum 65. Geburtstag

 Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel zum 65. Geburtstag gratuliert. In seinem Schreiben betonte er am Mittwoch: „Der visionäre Blick, das entschlossene Handeln und die klaren politischen Entscheidungen sind ein wesentlicher Stabilitätsfaktor für unser Land.“

Zugleich dankte Marx auch im Namen der anderen Bischöfe der Bundeskanzlerin dafür, dass der Rat der Kirchen für ihre Arbeit immer wieder wichtig sei. Dabei denke er vor allem an gemeinsame Gespräche über den afrikanischen Kontinent, die Flüchtlingsthematik und andere aktuelle gesellschaftliche Fragen.

Dank für Einsatz „auch als Christin“

Auch der Berliner katholische Erzbischof Heiner Koch und der Berliner evangelische Bischof Markus Dröge dankten Merkel zum Geburtstag für ihr Engagement. In einem am Mittwoch veröffentlichten Glückwunschschreiben würdigte Koch Merkels „hohen persönlichen und politischen Einsatz, gerade auch als Christin“.

Der Erzbischof fügte hinzu: „Ich bin froh und dankbar, dass Sie in vielen Entscheidungen konsequent und gradlinig Ihren Überzeugungen und denen unseres Grundgesetzes gerade in Fragen der Menschenwürde und der Freiheit folgen.“ Dies sei „eine bleibende Mahnung für uns alle“.

Merkel halte den Kontinent Europa zusammen

Auch Dröge hob einen „unermüdlichen Einsatz“ Merkels hervor. „Klug denken Sie vom Ende her, an dem Gutes und Vollkommenes umgesetzt sein soll in reale Politik“, so der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Er dankte der Kanzlerin auch für ihr europäisches Wirken. „Sie halten diesen Kontinent zusammen, in dem viele starke Kräfte daran arbeiten, die Schritte aufeinander zu wieder zunichte zu machen.“

Die am 17. Juli 1954 in Hamburg mit dem Familiennamen Kasner geborene Merkel stammt aus einem protestantischen Pfarrhaus. Sie wuchs in der DDR auf und war zunächst als Physikerin tätig. Mit dem Ende des DDR-Regimes stieg sie in die aktive Politik ein. Seit 2005 ist sie Bundeskanzlerin. Zuletzt war die Sorge um ihren Gesundheitszustand groß gewesen, die Kanzlerin nahm Besuch im Sitzen in Empfang.